Kussmund

Viktorianischer Marquise-Ring mit Altschliff-Diamanten in Gold & Silber, Birmingham um 1900

Ob Marquise-, Navette- oder Schiffchenring – all diese Bezeichnungen beziehen sich auf die charakteristische, spitzovale Form, die auch der vorliegende Ring aufweist. Doch warum gerade „Marquise“? Angeblich, so lautet die Geschichte, kam die Bezeichnung für diese Form bereits im Rokoko auf. Louis XV. soll einen Edelsteinschleifer beauftragt haben einen Schliff zu erfinden, der ihn an das Lächeln seiner Maitresse erinnerte, die ebenso schöne wie einflussreiche Marquise de Pompadour. Ausgehend von der Form der so geschliffenen Edelsteine entwickelte sich ein eigener Ringtypus. Der vorliegende Marquise-Ring zeigt sich im Licht vieler Diamanten glimmend, die dicht an dicht gesetzt sind. Der aus hochkarätigem Gold geschmiedete Ring erhielt auf dem Rand des Ringkopf eine zusätzliche Auflage aus Silber, sodass die Diamantfassungen beinahe unsichtbar wirken, so ähnlich sind sich die Töne des Metalls und der Diamanten. Insgesamt etwa 0,58 ct Diamanten in historischen Schliffen verarbeitet, die das Licht funkensprühend zurückwerfen. Ringe dieser Art wurden im späten 19. Jahrhundert, aber auch bis in die Jahre des Art Déco gern getragen. Unser Exemplar datiert in die Jahre um 1900. Durch seine Stempelung lässt sich der Ring nach Birmingham lokalisieren. Die zweitgrößte Stadt Englands war seit dem späten Mittelalter ein Zentrum des Goldschmiedehandwerks. Vor allem im viktorianischen Zeitalter erlebte die Schmuckfertigung einen rasanten Aufschwung und mehr als 40 % allen britischen Schmucks stammte aus Birmingham. Ein ganzes Stadtviertel, das sog. Jewellery Quarter, war rund um die Vyse Street der Schmuckherstellung gewidmet. Es beherbergte zahlreiche Betriebe, in denen auf dem Höhepunkt des Erfolgs im Jahr 1900 rund 30 000 Menschen arbeitete. Im Zentrum dieses Quartiers ist auch unser Ring entstanden. Sein Hersteller war die Payton, Pepper & Sons Limited, die bis in das Jahr 1997 Schmuck produzierte.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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