Forget me not

Viktorianischer Medaillon-Anhänger aus Türkis, Perlen & Gold, um 1870

Ungewöhnliche, heute vergessene Goldschmiedetechniken gehören zu den Besonderheiten, die antiken Schmuck so interessant erscheinen lassen. Der hier vorliegende Anhänger entstammt den Jahren um 1870 und ist ein anrührendes Zeitzeugnis der viktorianischen Epoche. Der Anhänger besteht aus zwei runden Kreisformen, die durch kreuzförmig angeordnete Blattornamente mit schimmernden Naturperlen verbunden werden. Im Zentrum leuchtet eine Kuppel aus allerfeinsten persischen Türkisen in Himmelblau. Die hier verarbeiteten Edelsteine sitzen in sogenannten Pavéfassungen, bei der die Steine ganz nah aneinander platziert werden, sodass kaum mehr das Metall des Untergrundes sichtbar bleibt. Die Pavétechnik gehört zu den anspruchsvolleren Techniken des Fasserhandwerks - und wenn die Fläche zusätzlich noch eine Wölbung aufweist, muss ein wahrer Meister ans Werk, um die Edelsteine nur mit den winzigen Körnungen sicher zum Halten zu bekommen, so auch hier. Diese Art von Schmuckstücken mit gefassten Steinen in einer konkaven Wölbung ist als „Bombé“-Schmuck bekannt und Preziosen dieser Form waren besonders in den Jahren um 1870 beliebt. Türkise galten im viktorianischen Zeitalter zudem als Steine mit sentimentaler Bedeutung: Denn ihre Farbe erinnert an das Vergissmeinnicht, das auch auf englisch „forget-me-not“ heißt. Der Türkis sollte so, wie das Vergismeinnicht selbst, die Trägerin des Schmuckes an die oder den Schenkenden erinnern. Türkis war eine wahre Modefarbe dieser Zeit, welche sich wie wenig andere Epochen dem Kult der Freundschaft und der Liebe verschrieben hatte. Im Fall der hier vorliegenden Schmuckstücke wird diese Bedeutung durch das Motiv des umlaufenden Taues noch aufgegriffen und verstärkt. Dass der Anhänger zudem auf seiner Rückseite ein Medaillonfach verbirgt, führt diesen Gedanken sogar noch weiter: Hier kann ein ganz realer Liebesbeweis, ein Erinnerungsstück oder Souvenir eingelegt werden, um unvergessen (und ungesehen) an einer modernen Goldkette auf der Brust getragen zu werden.

England, Ende des 19. Jahrhunderts: Das Empire steht auf dem Höhepunkt seiner Macht. Die alte Königin Viktoria hat ihren Untertanen Frieden und wirtschaftlichen Erfolg gebracht. Luxus und Reichtum erreichen in London immer breitere Schichten. Der aus Frankreich stammende neue Stil des Art Nouveau oder Style Liberty, wie man ihn in England nennt, wird begierig aufgegriffen, lässt sich in ihm doch alles wiederfinden, was zur Stunde angezeigt ist: Leichtigkeit, Eleganz und ein Hauch von Weltläufigkeit.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


UNSER VERSPRECHEN

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