Blaues Blümchen

Viktorianischer Ring mit Türkis & Diamanten in Gold, um 1864/1890

Das Vergissmeinnicht ist unter diesem Namen und somit in seiner sprechenden Bedeutung seit dem 15. Jahrhundert bezeugt. Der deutsche Etymologe Friedrich Kluge schreibt, der Name habe sich im Volksmund daher entwickelt, dass die Farbe an die Augen frisch Verliebter erinnere; so wurde es im Althochdeutschen auch Fridiles auga, also Auge der oder des Geliebten, genannt. Auch die englische direkte Übersetzung „Forget-me-not“ mit ebendieser Bedeutung stammt aus jener Zeit. Im Schmuckschaffen sowohl des deutschen als auch des britischen Raumes wird der Türkis aufgrund seiner Farbe mit der sentimentalen Bedeutung des kleinen blauen Blümchens verknüpft. Blumenblattartig wird auch der intensiv hellblaue Türkis des vorliegenden Ringes von einem Kranz kleiner Diamantrosen umrahmt. Die Diamanten haben gerade für Rosen eine schöne, klare Qualität und sind offen gefasst, um ihr Lichtspiel zur Geltung zu bringen. Der Ringkopf mit seinem Entourage-Motiv (von franz. Begleitung, Gefolgschaft) ist in die Zeit um 1890 zu datieren; doch ist die Ringschiene in ihrem Inneren mit der Marke punziert, welche Schmuckstücke in der britischen Stadt Birmingham im Jahre 1864 erhielten. Was hier passiert ist, lässt sich leicht erklären: Es handelt sich um eine sog. Mariage, ein aus zwei verschiedenen Schmuckstücken entstandenes Juwel. Vermutlich wurde das Schaustück des älteren Rings einst durch ein kleines Unglück zerstört, oder es kam ganz einfach außer Mode. So entschloss sich jemand, den mit Bedeutung geladenen Ringkopf aus der Zeit um 1890 mit der älteren Schiene zu verbinden – vielleicht um Arbeit oder Material zu sparen, oder aber weil die Auftraggeberin eine Erinnerung mit dem alten Ring verband. Erkennen lässt sich dies heut nur unter der Lupe an den leicht verschiedenen Goldtönen und den innenliegenden Lötstellen. So entstand aus zwei für sich unvollständigen Elementen ein neues, harmonisches Schmuckstück.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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