Winterball in Wien

Vintage 5,44 ct Brillant-Solitär in einem Weißgold-Ring aus Wien, um 1995

Die Liebe zum Schmuck kennt viele Wege. Mal ist es der Entwurf, der begeistert, wie bei so vielen Schmuckstücken des Jugendstil oder des Art Déco: Da ist es die Liebe zur Form, die einst den Goldschmied trieb und noch heute fasziniert, die Schönheit der Details und der eleganten Linien. Dann wieder ist es die Verarbeitung, die Staunen macht, wie bei vielen Schmuckstücken des frühen 19. Jahrhunderts, als mit wenig Material große Effekte erzielt wurden. Und dann wieder ist es die Schönheit der Materialien, die uns sprachlos zurücklässt. Das Feuer kostbarer Edelsteine fasziniert die Menschen seit den frühesten Tagen – und der hier vorliegende Ring zeigt bereits auf den ersten Blick, warum. Der Ring aus Weißgold trägt als einzigen Stein, als Höhepunkt und Zentrum des Entwurfes, einen Diamanten im Brillantschliff von 5,44 ct. Der Brillant ist mit höchster Präzision in die optimalen Proportionen gebracht worden, um sein Feuer zu entfachen. Er funkelt und strahlt, dass es ein Fest ist, hinzusehen. Wir haben den Ring in Wien erwerben können, wo er ausweislich seiner Punzen auch entstanden ist. Die Fassung aus Weißgold hält den großen Stein mit Leichtigkeit und Finesse. Der weiße Glanz des Metalls lässt den Diamanten optimal wirken. Seine leichte Tönung ist so kaum wahrzunehmen; ein größerer Einschluss, eine leicht transparente Fahne am Rand, mindert die Brillanz kaum. Es ist die Schönheit des Lichts, die hier gefeiert wird. Der Ring ist in den 1990er Jahren wohl als Verlobungsring entstanden. Hiervon legen die liebevoll in der Diamantfassung versteckten Herzen Zeugnis ab, die nur beim Blick auf die Seite des Ringes sichtbar werden. Ob er von neuem als ein Liebesgeschenk vergeben wird? Zu dem Ring liegt ein unabhängiges Gutachten eines öffentlich vereidigten Wiener Labors vor. Es wird mit dem Ring mitgeliefert.

In der Antike wurden Diamanten vor allem für ihre unvergleichliche Härte geschätzt. Als Symbole unbesiegbarer Stärke war ihre Schönheit bestenfalls zweitrangig. Tatsächlich erscheinen die frühen Diamanten dem modernen Auge überhaupt nicht attraktiv. Mittelalterliche Schlifftechniken erlaubten ebenfalls keine spektakulären Lichtreflexe und die verbreiteten Tafelschliffe brachten nur Helligkeit und Farbe der Steine zur Geltung. All das änderte sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts. Der Adel des Barock entwickelte eine Vorliebe für glitzernde Edelsteine. Besonders populär waren Diamanten im Rosenschliff, deren vielfältige Facetten das Kerzenlicht wunderbar reflektieren. In der Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich ein erster, früher Brillantschliff, der nach dem einflussreichen Kardinal Jules Mazarin als Mazarinschliff bezeichnet wird und sich durch eine Krone mit 17 Facetten auszeichnet. Bereits gegen Ende des Jahrhunderts wurden diese Diamanten dann durch eine neue Form abgelöst, der nach seinem Erfinder als Peruzzi-Schliff benannt ist. Vincenzo Peruzzi war ein Edelsteinschleifer aus Venedig, der die Krone der Diamanten um zusätzliche Facetten auf insgesamt 33 erhöhte und so das Feuer der Steine enorm steigerte. Diese frühen Brillanten waren jedoch, was Anzahl und Form der Facetten angeht, nicht standardisiert. Jeder Stein wurde so geschliffen, dass möglichst viel Substanz erhalten bleiben konnte. Neue Diamantvorkommen in Brasilien führten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts dann zu einer Schliffform, die als Old Mine Cut bekannt wurde. Diese Diamanten ähneln bereits sehr unseren heutigen Vollschliff Brillanten, doch sollten noch einige Generationen stetiger Verbesserung der Schlifftechnik nötig sein, bis aus dem Old Mine Cut zunächst der Altschliff (oder Old European Cut), und schließlich in den 1940er Jahren der moderne Vollschliff wurde.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


UNSER VERSPRECHEN

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.

Play