Feuerwerk vergangener Tage

Vintage Anhänger in Rokokoform mit Granaten & Perlen in Gold, um 2000

Zur Mitte des 17. Jahrhunderts erblickte ein neuer Schmucktyp das Licht der Welt: Die Girandole. Ursprünglich verstand man hierunter ein sich drehendes Rad („girare“ bedeutet sich drehen auf Italienisch), sei es ein Windrad oder ein Feuerrad bei den großen Feuerwerken der Zeit. Diese Bezeichnung für einen Funkenregen übertrug man dann auf Kristalleuchter mit mehreren Armen, die bis heute als Girandolen bekannt sind – und auf eine besondere Art Schmuck, der ebenso mit einem Feuermeer aus Lichtreflexen erfreut. Girandolen, meist paarige Ohrhänger oder auch Anhänger, sind mehrteilige, große Schmuckstücke, welche sich in meist drei Ebenen von einem größeren Element nach unten Staffeln. Ein Mittelstein, ein Edelstein oder eine Perle, wird umgeben von Ranken, Blättern, Bändern und Blüten und kleineren Steinen. Hieran angehängt findet sich weitere mit Edelsteinen besetzte Elemente, zuerst meist ein breiterer Bügel und daran dann oft drei oder mehr ähnliche Pendel. Ihre größte Mode erlebten Girandolen im 18. Jahrhundert, doch finden sich Schmuckstücke dieser Art in den verschiedenen Stilen, von Barock, Rokoko bis Louis Seize. Einige sehr schöne Entwürfe solcher Girandolen zeigt etwa das 1762 in Paris erschienene, reicht illustrierte Werk „Traité des pierres précieuses et de la manière de les employer en parure / par Pouget fils“. Eine Seite aus diesem Werk bilden wir anbei ab. Der hier vorliegende Anhänger zitiert diesen Schmucktyp des Barock und Rokoko – und ist doch erst in den letzten Jahrzehnten entstanden. Die Arbeit aus leicht rötlichem Gold besetzt mit großen Perlen und facettierten Granaten ist ganz im Geist der Vergangenheit entworfen, die Details der Verarbeitung und vor allem die wunderbare Erhalten verraten indes, dass das Stück noch nicht bereits 200 Jahre lang getragen wurde. Vielmehr sind alle Details ganz klar und der Schimmer der Perlen ungetrübt. Die Art der Verarbeitung, mit geschlossenen Fassungen und von Hand gesägten, individuellen Details, entspricht genau den historischen Vorbildern, welche hier noch einmal verführerisch zum Leben erweckt wurden. Zur Girandole vgl. u.a. Hanns-Ulrich Haedeke: Schmuck aus drei Jahrtausenden. Sammlung Hanns-Ulrich Haedeke, Köln 2000, S 260.

Girandolen waren das ganze 18. Jahrhundert über äußerst beliebt, vermutlich, weil ihre Form dem Gesicht besonders schmeichelt. Einige sehr schöne Entwürfe solcher Girandolen aus der Entstehungszeit auch dieser Ohrringe zeigt und das 1762 in Paris erschienene, reicht illustrierte Werk „Traité des pierres précieuses et de la manière de les employer en parure / par Pouget fils“.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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