Sehnsucht nach vergangenen Tagen

Vintage Anhänger mit Lagenstein-Gemme & Perlen in Gold, Porto um 1970

Die ästhetischen Welten der Vergangenheit haben in allen Zeiten Ihren Reiz auf Künstler und Kunsthandwerker ausgeübt, sei es als Inspiration oder Folie, von der man sich abheben wollte. Besonders aber in Epochen des Umbruchs wurde die Vergangenheit oft neu entdeckt, um Rat und Richtschnur auch für die eigene Zeit zu sein. Das 19. Jahrhundert mit seinen rasanten technischen Entwicklungen liebte die Formen der Vergangenheit. Und auch im 20. Jahrhundert wurde der reiche Schatz gestriger Tage mehrmals neu entdeckt. Auch der hier vorliegende Anhänger feiert die Künste der Vergangenheit. Er fasst einen Lagenstein in einem breiten Rahmen aus Gold und Perlen und präsentiert das Bildnis einer jungen Frau im Renaissancekostüm. Sie trägt ein Kleid oder Schultertuch aus leichtem Stoff, reiche Locken und ein Band im Haar. Schön und klar hebt sich ihr helles Bildnis von dem warm und braun schimmernden Grund des Steines ab. Der warme Ton des Goldes ergänzt diesen einladenden Eindruck; das Schimmern der Perlen widerum passt wunderbar zum Bildnis in Stein und nimmt dessen hellere Farbigkeit auf. Der Lagenstein ist ein Werk des späten 19. Jahrhunderts; er mag in Idar-Oberstein im Hunsrück geschnitten worden sein. Der Anhänger jedoch stammt aus Portugal, genauer: Aus Porto, wie die Punzen auf seiner Rückseite und der Öse belegen. Er ist wohl um 1970 herum entstanden; die Punzierungen und die Art der Vergangenheit legen dies nahe. Was bedeutet, dass um 1970 herum ein Goldschmied in Porto die damals schon antike Gemme entdeckte und ihr einen neuen Rahmen gab. Dabei orientierte er sich an Schmuck des 19 Jahrhunderts. Und schuf so ein stimmiges, kostbar ausgestattetes Schmuckstück, ganz im Geist und dem Schönheitsideal des späten 19. Jahrhunderts verpflichtet. Tatschlich war Portugal in jener Zeit ein Zentrum der Schmuckproduktion in historischen Formen. Vielleicht verleiteten die letzten Jahre des Estado Novo dazu, Schönheit eher in der Vergangenheit als der Gegenwart zu suchen. Sicher ist, dass dabei Objekte entstanden, deren Qualität der Ausführung und der Verwendeten Materialien den Vorbildern des 19. Jahrhunderts in keinster Weise nachstehen.

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