Schützender Begleiter

Antiker Moretto-Anhänger aus emailliertem Gold, um 1930

Das Bild des freigelassenen Sklaven oder des exotischen Orientalen ist seit Jahrhunderten ein immer wieder vorkommendes Motiv der Künste. In der Malerei, in der Skulptur aber auch in der Architektur finden wir Darstellung fremder Menschen, oft als dienende Figuren, manchmal jedoch auch als selbstbewusste, starke Persönlichkeiten. Eine der bekanntesten Darstellungen findet sich heute im Grünen Gewölbe in Dresden. Der „Mohr mit Smaragdstufe“ wurde 1724 von Balthasar Permoser geschaffen und ist bis heute eines der aufregendsten Stücke der Dresdner Sammlung. Auch in die Schmuckgestaltung fand das Motiv Eingang: Mit vermeintlichen Schutzkräften ausgestattet, wurden die Bildnisse dieser meist hübschen Menschengestalten besonders im 18. und frühen 19. Jahrhundert zur Abwehr böser Mächte getragen. Brigitte Marquardt: Schmuck. Klassizismus und Biedermeier, 1780-1850, Deutschland, Österreich, Schweiz, München 1983, S. 225, bildet etwa einen Ohrschmuck des Biedermeier aus Augsburg mit emaillierten Moretto-Köpfchen ab. Ein europäisches Zentrum dieser Mode war Venedig. In der unter venezianischem Einfluss stehenden Stadt Fiume in Kroatien, heute Rijeka, sind kleine, farbig emaillierte Moretto-Köpfchen sogar zu einer lokalen Spezialität geworden. Seit dem 17. Jahrhundert und bis heute werden hier entsprechende Anhänger, Ringe und Ohrringe hergestellt. Diese Moretti fiumiani oder Morčić genannten Goldschmiedearbeiten gelten als Glücksbringer. Ursprünglich sollten sie die Fisher gegen die auf dem Meer kreuzenden Osmanen beschützen. Später hat sich die Darstellung des Fremden mit Turban dann verselbstständigt. Anbei bilden wir eine Anzeige der Fiumer Goldschmiede Gigante ab, aus der Zeit der k.u.k. Monarchie, als ein Beispiel für die Verbreitung dieses auch als Souvenir erworbenen Schmuckes. Hier nun liegt ein Anhänger vor, der wohl in Fiume in der Zeit zwischen den Weltkriegen entstanden ist. Der Kopf ist aus leicht rötlichem Gold gefertigt und mit schwarzem, weißem und roten Email akzentuiert. Die Stempelung verrät, dass das Stück wohl nach der Entstehung in die österreichische Hauptstadt Wien exportiert wurde. Mit einer geflochtenen Kette aus hochkarätigem Gelbgold kann er um den Hals getragen werden.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen