Mitternachstblüte

Vintage Ring aus Onyx & Silber von Theodor Fahrner, 1960er Jahre

In der Geschichte des Schmucks aus Deutschland nimmt Fahrner-Schmuck aus Pforzheim einen besonderen Platz ein. Denn Theodor Fahrner und später sein Nachfolger Gustav Braendle verstanden es in den Epochen von Jugendstil und Art Déco wie kaum ein anderer Schmuckfabrikant der Moderne, künstlerisch überzeugende Entwürfe und eine qualitätvolle Verarbeitung zum Markenzeichen ihrer Broschen, Colliers, Armbänder und Ohrringe zu machen. Doch auch in der Zeit des Wiederaufbaus nach 1945 blieb Fahrnerschmuck ein Begriff. Zunächst entstanden vor allem Entwürfe, die formal an die alten Erfolge anknüpften. Doch bald schon produzierte man in Pforzheim auch im Geschmack der neuen Zeit. In den 1960er Jahren war Silber, das sich gut patinieren lässt, der beliebteste Werkstoff und das Ausdrucksmittel der Wahl. Gefragt waren interessante und ungewöhnliche Strukturen, gewagte Volumina und ausdrucksstarke Reliefierungen. „Textures fascinate craftsmen today more than ever before“ schrieb Graham Hughes in „Modern Jewelry“, London 1963. Der hier vorliegende Ring ist ein schönes und seltenes Beispiel dafür. Er präsentiert sich expressive Komposition organischer Formen aus handwerklich anmutenden Silberbögen. Wie Blütenblätter umrahmen sie einen Bouton aus poliertem Onyx, der in geheimnisvoll tiefem Schwarz im Zentrum dieser Mitternachtsblüte glänzt. Durch die offene Ringschiene kann die Ringweite selbst eingestellt werden. Seit den ersten Jahren der Firma hatten Handlungsreisende mit großen Musterkoffern die in Pforzheim entwickelten Neuheiten jedes Jahr bei den niedergelassenen Juwelieren der verschiedenen deutschen und internationalen Städte vorgestellt. Ein solcher Fahrner-Musterkoffer hat die letzten mehr als 40 Jahre unberührt auf einem Dachboden geschlummert, bis er uns angeboten wurde. Er enthielt Musterstücke beinahe aller Serien seit etwa 1919 bis zur Auflösung der Firma 1979, meist mit einer Modellnummer oder der „Original Fahrner“-Plombe versehen. Das hier vorliegende Schmuckstück der 1960er Jahre stammt aus diesem Musterkoffer und ist daher ungetragen und mit der originalen Plombe perfekt mit seiner Originalpatina erhalten. Fahrner Schmuck wird gern gesammelt. Entdecken Sie alle weiteren von uns angebotenen Fahrner Schmuckstücke an dieser Stelle. Einen wunderbaren Überblick bietet der Katalog „Theodor Fahrner. Schmuck zwischen Avantgarde und Tradition“, hg. von Brigitte Leonhardt und Dieter Zühlsdorff, Stuttgart 2005.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


UNSER VERSPRECHEN

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