Tanz im Mondlicht

Witzige Art Déco-Ohrringe aus Whitby Jett & Strass, England 1920er Jahre

Im Schmuck und in der Mode unterliegen Formen und Farben einem stetigen Bedeutungswandel. Im 19. Jahrhundert galt schwarzer Schmuck aus den Materialien Jet, Onyx, Email oder Eisen als Zeichen der Trauer. Gegen Ende des Jahrhunderts wandelten sich die gesellschaftlichen Konventionen jedoch. Schwarzer Schmuck war nicht länger einzig und allein Gedenkschmuck, der die Erinnerung an den Toten wachhielt und konnte deshalb auch über die eigentliche Trauerzeit hinaus getragen werden. Mit dem Fin de Siècle und vor allem im Art Déco kam die Farbe Schwarz vollends in Mode und wurde vor allem für ihre strenge Eleganz geschätzt. Das im Jahre 1926 von Coco Chanel kreierte berühmten „Kleine Schwarze“ war fortan Inbegriff des guten Geschmacks. Die vorliegenden eleganten Ohrhänger aus den 1920er Jahren verdeutlicht diesen Trend exemplarisch. In einer witzigen Komposition aus Weiß und Schwarz sind dunkel glänzender Whitby Jett und weiße, funkelnde Strasssteine miteinander kombiniert. Zwei gedrückte Kugelformen sind dabei beweglich untereinander gehängt und wirken wie kleine schwarze Schneemänner. Umlaufende Bänder aus Strass in silbernen Fassungen glitzern bei jeder Bewegung und setzten sich leuchtend gegen den schwarzen Hintergrund ab. Silberne Ohrhaken, wohl später erneuert, komplettieren das ungewöhnliche Paar und geben sicheren Halt am Ohr. Ein witziges Paar für funkelnde Gelegenheiten!

Jett, Gagat oder „schwarzer Bernstein“ ist eine besondere Form versteinerter Kohle, die wegen ihres einzigartigen Glanzes und der leichten Schnitzbarkeit schon in vorgeschichtlicher Zeit als Schmuck benutzt wurde. Bereits die Römer stellten Schmuck und Amulette aus diesem Material her; ab dem Mittelalter fertigte man in Europa daraus Trauerschmuck und Rosenkränze. Zum Ende des 19. Jahrhunderts, zur Blütezeit der Jett-Mode, verwendete man Jett vor allem für Schmuckstücke. Wegen seiner geringen Schwere bot das Material die Möglichkeit, auch große Schmuckstücke daraus herzustellen, wie es der damaligen Mode entsprach. Das Hauptvorkommen eines besonders hochwertigen Jetts lag zu dieser Zeit an der englischen Nordküste nahe dem Fischerdorf Whitby. Von hier aus traten Schmuckstücke aus Jett ihren Weg nach ganz Europa an. Durch die Weltausstellung von 1851 in London wurden Schnitzarbeiten aus Gagat dann weltweit bekannt, und nachdem Königin Viktoria nach dem Tod des Prinzgemahls 1861 das Tragen von Schmuck (mit Ausnahme von Jett) am englischen Hof verboten hatte, galt Jett lange Zeit als Trauerschmuck, bis es ein fester Bestandteil der Mode wurde, der auch ohne zu Trauer anzuzeigen getragen werden konnte.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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