Beehive!

Witzige Brosche mit plastischer Muschelgemme in Gold, Großbritannien um 1965

Die vorliegende ungewöhnliche Brosche, die aus London zu uns kam, führt uns in die bewegten 1960er Jahre. London war damals eine quirlige Stadt, die in Mode und Popkultur weltweit Maßstäbe setzte. Die Stadt ging in dieser Dekade als Swinging London in die Geschichte ein und war vor allem durch eine jugendkulturelle Bewegung geprägt, die nach allem Neuen und Modernen hungerte. Erst jetzt hatte England die wirtschaftlich schwierige Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg überwunden und die junge Generation fröhnte einem optimistischen Hedonismus, der sich vor allem in Mode und Musik zeigte. In den trendigen Geschäften Sohos wie der Carnaby Street sorgte vor allem der Minirock für Furore. Neue Frisuren gaben diesem Lebensgefühl Ausdruck. Voluminöses Haar, wie es etwa die Londoner Modeikone Dusty Springfield trug, war gefragt, hieß es doch Auffallen um jeden Preis. Besonders eine Frisur hielt die Modewelt in Atem. Der Beehive, benannt nach seinem bienenkorbartigen Aussehen. Erfunden wurde der extravagante Hairstyle von der Amerikanerin Margaret Vinci Heldt (1918–2016), die in der Innenstadt von Chicago einen Friseurladen betrieb. Von den USA aus verbreitete sich der Beehive auch nach Europa und wurde zu einem der Markenzeichen der 1960er Jahre. Auch die Dame auf der exzeptionell geschnittenen Muschelgemme unserer Brosche trägt voller Stolz ein solch hochgetürmtes Haarkunstwerk, das von Perlenketten gehalten wird. Außergewöhnlich wie ihre Frisur ist auch der Schnitt der Gemme: Geschickt eine natürliche Wölbung der Muschelschale ausnutzend, tritt uns das Gesicht beinahe vollplastisch entgegen. Erst in der Bewegung kann die Dreidimensionalität der Kamee erfasst und bewundert werden. Eine kordelverzierte Fassung aus leicht rötlichem Gold komplettiert die ungewöhnliche Brosche. Wir waren von der außergewöhnlichen Darstellung sofort begeistert und fühlten uns an Amy Winehouse erinnert, die dem Beehive zu einem Revival verhalf.

Gemmenschmuck bringen wir vor allem mit dem 19. Jahrhundert und den Stilepochen des Klassizismus und Historismus in Verbindung. Jedoch erfreuten sich die geschnitzten Darstellungen auch darüber hinaus noch großer Beliebtheit.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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