Ein Liebesschloss

Witziger Medaillon-Anhänger aus Gold, Granat & Perlen, um 1840

In der empfindsamen Epoche des Biedermeier waren romantische Schmuckstücke ausgesprochen beliebt. Sie wurden als Unterpfand der Liebe verschenkt und sollten dem Gefühl Dauer verleihen, selbst wenn die Liebenden einmal getrennt sein sollten. Zu den besonders beliebten Motiven gehörten Herzen, Liebesknoten und auch, man höre und staune: Vorhängeschlösser! Heute kennt man den Brauch Vorhängeschlösser an Brücken oder Gittern anzubringen. Diese Art „Liebesschlösser“ sollen symbolisch die unlösbare und ewige Liebe des Paares besiegeln. Die genaue Herkunft des Brauchs ist unklar, es wird vermutet, dass Absolventen der Sanitätsakademie von San Giorgio in Florenz die Urheber dieses Brauchs sind. Mit dem Ende ihrer Ausbildungszeit befestigten die Absolventen die Vorhängeschlösser ihrer Spinde an einem Gitter des Ponte Vecchio. Dies wurde wohl von den Verliebten Roms an der Milvischen Brücke übernommen. Die Schlösser enthalten oft eine Beschriftung oder Gravur der Vornamen oder Initialen der Verliebten, teilweise mit Datum. Nach dem Befestigen des Schlosses wird üblicherweise der Schlüssel in das überbrückte Gewässer geworfen. Wir wir an diesem goldenen Medaillon sehen, das aus Nürnberg zu uns kam und das in den Jahren um 1840 entstanden ist, war der Gedanke die Liebe mit einem Schloss sichern zu wollen bereits in den Jahren des Biedermeier verbreitet. Das Schloss aus hochkarätigem Gold ist mit feinen Naturperlen und einem großen Granat im Facettenschliff besetzt. Die Perlen fügen sich wunderbar in den Liebeskontext ein, denn sie galten als die „Edelsteine“ der Liebesgöttin Venus, denn auch die Liebesgöttin wurde wie die Perlen von einer Muschel geboren. Und auch der Granat ist in der Sprache der Edelsteine ein über seine sprechende Farbe mit der Liebe in Verbindung gebrachter Edelstein. Rückseitig sehen wir ein Medaillonfach aus poliertem Kristall in dem beispielsweise die Haarlocke einer besonderen Person nah am Herzen getragen werden. Auch Sie können diese alte Tradition nun fortführen und geliebte Erinnerungsstücke, Fotos, Locken oder auch ein kleines Briefchen in diesem ungewöhnlichen Medaillon verwahren. Da sich sein Bügel tatsächlich öffnen lässt, kann es als Anhänger an einer schönen Kette oder einem Armband getragen werden. Zur Datierung vergleichen Sie ein ähnliches Vorhängeschloss (Padlock) in Ginny Reddington Dawes / Olivia Collings: Georgian Jewellery 1714-1830, Woodbridge 2007, auf S. 137.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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