Sternenglanz zur Mitternacht

Wunderbare Diamant-Ohrpendel in Platin mit 1,88 ct Brillanten, um 1905

Weiß, nur Weiß war die Modefarbe der Jahre um 1900. Die früheren Generationen hatten im Überfluss der Ornamente, Muster und Farben geschwelgt. Mit dem Beginn des neuen Jahrhunderts hatte man hiervon endlich genug. Besonders im Bereich des Schmucks ist dies deutlich: Diamanten in Platin, später auch Weißgold, bestimmten mit einem Mal die Entwerfer der Gestalter. Ein Geschmack, der bis in das Art Déco hinein aktuell bleib. Die hier vorliegenden Ohrringe der Jahre um 1905 zeigen diese Mode wunderbar: In die Front aus Platin sind große, wunderbar weiße Diamanten im alten Brillantschliff eingesetzt. Der Entwurf konzentriert sich ganz auf die qualitätvollen Steine, welche so beinahe wie von selbst am Ohr zu halten scheinen. Von einem ersten Diamanten, welcher den Ohrstecker verbirgt, scheint ein beweglicher Tropfen aus Licht hinabzufließen. Er trägt neben weiteren kleineren Diamanten je einen großen Brillanten von je etwa 0,70 ct. Eine feine Schattenfuge und ein polierter Rahmen aus Platin setzen die Steine gekonnt in Szene. Die großen Diamanten funkeln und glänzen so, wie man es von einem Brillanten erwartet. Das unabhängige Gutachten, das wir zu dem Paar Ohrringe haben anfertigen lassen, weist die Steine ganz richtig als piqué aus, denn sie zeigen im Innern leichte Fahnen aus kleinen Einschlüssen. Die Brillant indes stören diese Einschlüsse, welche nur mit der Lupe sichtbar sind, nicht. Schmuck wie dieser wurde in den früheren Generationen vor allem am Abend getragen, auf einem Fest oder zu einem privaten Souper. Wie festlich, elegant und schön zu solche einer Gelegenheit die hier vorliegenden, erstklassig erhaltenen Ohrringe wirken, das muss man selbst erlebt haben.

Die Form des Brillanten hat sich über viele Jahrhunderte entwickelt. Lange war es technisch nicht möglich, den Rohkristall mehr als nur rudimentär zu verändern, da der Diamant ja so außergewöhnlich hart ist. Im 17. und 18. Jahrhundert gelang es dann, dem Kristall mehr und mehr Facetten abzutrotzen und im Laufe des 19. Jahrhunderts näherten sich die Schliffe immer mehr der Form an, die wir heute als Brillant kennen. Erst im Jahr 1919 aber hat Marcel Tolkowsky die Idealform des Brillanten auf optisch-physikalischer Grundlage errechnet; die genaue Form, welche in Deutschland heute der Standard ist, der sog. Feinschliff der Praxis, ist sogar erst 1938 festgelegt worden. Wirkich durchgesetzt hat sich die Form des modernen Brillanten dann nach dem Krieg. Der Brillant ist somit also eine eigentlich erst recht neue Erfindung - und das bedeutet auch, dass bei einem Diamanten, der im 19. Jahrhundert oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschliffen wurde, einem sog. „Altschliff“, die Proportionen des Steins nicht dem Standard des heutigen Brillanten folgen. Altschliffe wurden in der damaligen Zeit immer individuell geschliffen: Man wollte den optimalen Weg finden zwischen dem besten Glanz einerseits und dem wenigsten Materialverlust beim Schleifen andererseits. Wir finden, dass gerade diese Individualität die alten Diamanten so besonders interessant macht. Man kann sie weniger gut vergleichen; auch lässt sich der Wert nicht einfach mittels einer Tabelle bestimmen: Denn man muss jeden Stein einzeln ansehen, um wirklich sagen zu können, ob er das Feuer und den Glanz hat, den man von einem Diamanten erwartet.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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