Zwischen Pflicht und Liebe

Wunderbare „Lava“-Gemme des Hektor als Anhänger, um 1870

Einer der größten Helden der Illias, der Geschichte des Trojanischen Krieges, ist Hektor. Der Bruder des Paris war der älteste Sohn des Königs von Troja, Priamos, und von dessen Frau Hekabe. Er führte die Trojanischen Truppen und blieb so lange siegreich, bis Athene in das Geschehen eingriff und der von ihr protegierte Achilleus Hektor tötete. In der Illias und ebenso in Friedrich Schillers berühmten Hektorlied von 1781 wird Hektor als tugendhafter und ritterlicher Held dargestellt. Zentral ist besonders die Szene seines Abschieds von seiner Frau Andromache und seinem Sohn – im vollen Bewusstsein, dass dieser Abschied wohl ein endgültiger sein wird. Diese Szene ist in der Kunst des Klassizismus oft auch in Gemälden dargestellt worden, da die aufopferungsvolle Entscheidung zwischen Liebe zur Familie und der Liebe zum Vaterland die Künstler und die Öffentlichkeit besonders bewegte. Hier nun liegt ein besonders fein ausgeführtes Zeugnis eben dieser Hektorverehrung des 19. Jahrhunderts vor. Die große Gemme aus sog. Vesuv-Lava, einem olivgrünlichen Sandstein aus Süditalien, ist in der Bucht von Neapel entstanden. Sie zeigt den Helden im halben Profil nach rechts. Sein typischer Bart und sein Helm zeichnen ihn eindeutig als Hektor aus, wie er uns auch von zahlreichen antiken und neuzeitlichen Bildnissen bekannt ist. Besonders schön ist sein Blick im harten Material eingefangen, der sein Schicksal bereits zu ahnen scheint und dennoch die Entscheidung für den Kampf trifft. In vergoldetes Silber gefasst, ist die Gemme als Anhänger zu tragen. Sie ist in den Jahren um 1870 entstanden und perfekt erhalten.

Jeder Reisende der Grand Tour erreichte auf seiner Reise durch Italien früher oder später auch Neapel. Das Traumziel der meist jungen Männer in den Jahren um 1800 überwältigte mit seiner Lage am Gold, dem spektakulären Blick auf den Vesuv, dem sanften Klima, seiner rauen und doch bezaubernden Stadtkulisse und – nicht zuletzt – seinen reichen, unsterblichen Kunstschätzen der Antike. Aus den beim Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. untergegangenen Städten Pompeji und Herkulaneum waren bereits im 18. Jarhundert derart viele spektakuläre Kunstschätze nach Neapel gebracht worden, dass die Museen hier Weltruhm genossen. Ihr Besuch war eine Pflichtetappe in der Stadt. Und auch den Besuch von Pompeji selbst mit seinem makabren Reiz ließ natürlich niemand aus. Kein Wunder also, dass auch Souvenirs dieser Reise nicht fehlen durften: Eine lokale Kunstindustrie entstand, die besonders Gemmen bester Qualität herstelle aus Korallen, Muscheln und farbigen lokalen Steinvarietäten, welche als „Lava“ des Vulkans verkauft wurden. Objekte aus diesem Material wurden von den Reisenden besonders geschätzt. Wir können uns leicht ihre Faszination neu vorstellen: Hier ein Stück des Berges in Händen zu halten, der dem Leben der Antiken Welt ein solch grausiges Ende bereitete – und damit aber auch ihren Erhalt für die späteren Generationen erst ermöglicht hatte! Welch besseres Souvenir ist denkbar?

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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