Ein Stern in dunkler Nacht

Wunderbare Stern-Brosche aus Silber, Gold & 2,93 ct Diamanten, England um 1880

Eines der beliebtesten Schmuckmotive des 19. Jahrhunderts war der diamantbesetzte Stern – und das nicht ohne Grund. Zum einen illustrieren diese Schmuckstücke die Orientbegeisterung dieser Jahre mit der Vorliebe für fremdländische Kulturen. Andererseits ist die Begeisterung für Sternmotive der Kaiserin von Österreich geschuldet, die das Motiv der Diamantsterne in die Wiener Gesellschaft einführte und bis heute zu unsterblichen Klassikern der Schmuckgeschichte machte. Das wohl bekannteste Porträt der Sisi, von Franz Xaver Winterhalter gemalt, zeigt die junge Kaiserin mit einer Vielzahl strahlender Diamantsterne im herabwallenden dunklen Haar, die eigens dazu vom Wiener Hofjuwelier A.E. Köchert gefertigt wurden. Nach Bekanntwerden dieses Bildnisses gab es bei den Damen der Wiener Gesellschaft kein Halten mehr. Jede Frau, die es sich leisten konnte, wollte in den Besitz wenigstens eines kostbaren Sternes mit Diamantbesatz kommen. Ein solches Stück aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert haben wir hier vor uns. Es handelt sich um einen zwölfzackigen Stern, dessen Mitte ein großer Diamant im Altschliff einnimmt, während die Strahlen mit weiteren 48 Diamanten im Altschliff ausgefasst sind. Da dieses Schmuckstück aus einer Epoche stammt, in der Weißgold noch nicht erfunden und Platin zwar bekannt, aber noch nicht zufriedenstellend zu verarbeiten war, sind die Diamanten hier in Silber gefasst. Die Rückseite der Brosche besteht aus hochkarätigem Gold. Das Schmuckstück ist als Brosche tragbar, doch erlaubt ein Abschrauben der Broschierung auch die Anbringung weiterer Montierungen, wie eines Haarstekers oder die Verwending als Hutnadel. Heute wie vor über 135 Jahren macht der Diamantstern größte Freude und wartet auf eine Trägerin, die ihn erneut erstrahlen lässt! Das Stück, das sich in seinem originalen Etui erhalten hat, fand in London zu uns, wo es möglicherweise auch entstanden ist. Anbei die Abbildung einer Werkstattvariante des Gemäldes von Winterhalter, entstanden nach 1865. Zu den Diamantsternen der Sisi und Diamantschmuck allgemein vgl. das schöne Buch Diana Scarisbrick: Diamond Jewelry. 700 Years of Glory and Glamour, London 2019, hier S. 199.

Himmelskörper waren eines der beliebtesten Schmuckmotive des späten 19. Jahrhunderts Zeitalters. Ob Halbmonde, Sonnen oder Sterne, alle fanden sie sich an den Dekolletés und Blusen der Damenwelt, für den Abend in Diamanten und für den Tag in Gold ausgeführt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.