Jung und schön. Und doch so alt.

Wunderbarer moderner Goldring mit einem Intaglio des Klassizismus, um 1800

Die Begeisterung für die Kunst, Kultur und Geschichte der Antike begegnet uns in der Geschichte in großen Wellen immer wieder. Berühmt ist die Italienische Renaissance des 15. Jahrhunderts, in der das Studium der antiken Architekturruinen Roms den Menschen erstmals ein Gefühl für den Bruch mit der Antike vermittelte. In Florenz und Rom sammelte man begierig alles, was über die eigene Vergangenheit in Erfahrung zu bringen war und bemerkte den schmerzlichen Verlust von so viel Wissen und Kunst. Auch in anderen Epochen, im Mittelalter ebenso wie später im Barock, bezogen sich die Künstler, Schriftsteller, Architekten auf die Vorbilder der Antike und studierten die verfügbaren Werke. Im späten 18. Jahrhundert jedoch, und dann im Zeitalter Napoleons, erlangte die Antike eine Bedeutung für das ganze Leben, die über die vorherige Begeisterung noch einmal hinaus ging. Die ersten Schritte hin zu diesem neuen Stil wandten sich gegen die heiteren, doch geradezu unkontrollierbaren Formen des Rokoko. Strenge Geometrien und eine überzeitliche Kühle sollte das schummrige Dunkel der Boudoirs ersetzen. Mit Napoleon, Kaiser Europas, verbreitete sich die neue Kunst des Klassizismus dann über den ganzen Kontinent. Romantisch blickte man zurück und versuchte die Zeit der Cäsaren, als deren Nachfolger Napoleon sich selbst natürlich sah, in der eigenen Zeit wieder zum Leben zu erwecken. Der hier vorliegende Ring aus Gelbgold fasst ein Intagliobildnis aus dieser Zeit. Der junge Mann, im Stil antiker republikanischer Gemmen geschnitten, blickt nach links. Ein Stirnband bändigt die kurz geschnittenen Locken. Das Bildnis ist elegant in seiner leicht reduzierten Form, klar tritt die Schönheit des Dargestellten uns entgegen. Doch wer ist hier dargestellt? Ein Heros? Ein Kaisersohn? Wir wissen es nicht - aber das Stück lädt ein, sich selbst Gedanken dazu zu machen. Wen möchten Sie gern am Finger tragen? Das Intaglio in Amethystglas ist in den Jahren um 1800 entstanden. Die Ringschiene wurde wohl in den 1960er oder 1970er Jahren erneuert. Es ist erstklassig erhalten und ein schönes Zeugnis für die Antikenbegeisterung des Klassizismus.

„Georgian Paste“ sind handgeschliffene Glaspasten, welche im 18. Jahrhundert häufig für Schmuckstücke verwendet wurden. Als Ersatz für Diamanten und andere Schmucksteine galten sie keineswegs als minderwertig: Vielmehr liebte man ihr helles Strahlen, für das die Pasten zudem oft foliiert in die Schmuckstücke gesetzt wurden. Dazu legte man eine Silberfolie hinter die Pasten, um ihr Strahlen so noch zu steigern. Doch auch für geschnittene Gemmen wurden Glaspasten oft verwendet, da Farbsteine noch weitaus schwieriger zu erhalten waren als heute mit unseren globalisierten Märkten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen