Jason und das goldene Vlies

Wunderbares Intaglio des Jason mit dem goldenen Vlies, 1./2. Jh. n. Christus, in modernen Goldring

In römischer Zeit entstanden Intaglien wie das hier vorliegende zu den verschiedensten Anlässen. Man ließ Bildnisse von sich selbst oder Schutzpatronen in Stein schneiden um sie an Freunde und Verwandte zu schenken. Szenen aus der Mythologie und Darstellungen der Götter dienten als schutzbringende Amulette. Doch Intaglien entstanden auch als kostbare Geschenke der Kaiser, um Soldaten, Staatsdiener oder verdiente Bürger für treue Dienste auszuzeichnen. Die hier vorliegende, etwa 2.000 Jahre alte Gemme, könnte ein solches Geschenk gewesen sein. Vielleicht für jemanden, der eine besonders ehrenvolle Aufgabe erfüllt hat. Denn in dem Carneol dargestellt ist Jason, der Führer der Agonatuen mit dem goldenen Vlies. Homer erzählt uns seine Geschichte in der Odyssee (Homer: Odyssee 12,70). Wir sehen den griechischen Helden stehend im Kontrapost, in seiner Rechten das kostbare Fell des goldenen Widders und in seiner Linken ein zum Boden gerichtetes Schwert. Jason ist behelmt dargestellt, sonst aber nackt, wie beim berühmten etruskischen Intaglio aus der Sammlung Bruschi im Museo Nazionale in Tarquinia. Vgl. Erika Zierlein-Diehl: Antike Gemmen und ihr Nachleben, Berlin 2007, Seite 388, Abbildung 320. Der römische Karneol kam mit seiner Fassung ursprünglich als Teil eines klassizistischen Armbandes der Jahre um 1800 aus einer Kölner Sammlung zu uns, in dem zahlreiche römische Siegelsteine verarbeitet waren. Die schlichte Ringschiene aus hochkarätigem Gold mit den beiden Bögen rechts und links der Steinfassung ist in unserer Werkstatt entstanden, die Fassung des Siegelsteins selbst stammt aus den Jahren um 1800. So kann die Gemme, die in römischer Zeit als Ringstein entstanden ist, nun wieder mit Freude am Finger getragen werden. Und: Man kann sicher schlechtere Gefährten haben als Jason, der mit dem goldenen Vlies

Eines der schönsten und spannendsten Felder im Bereich des Schmucks ist das Sammeln antiker Intaglien und Kameen. Diese in harten Stein geschnittenen, vertieften bzw. erhabenen Bildnisse bieten eine so große Fülle von Motiven, dass sich für jedes Interesse sich eine ganze Welt der Gegenstände offenbart. Es gibt Gemmen mit Portraits berühmter Personen und Heroen, Darstellungen von Gottheiten und mythischen Ereignissen, Erinnerungen an persönliche Erlebnisse und erzählende Szenen aus dem Alltagsleben. Da Gemmen als Schmuck in der Antike weit verbreitet waren und wohl jeder Bürger entsprechende Steine trug (und gerne auch verschenkte), haben sich auch außerhalb der Museen relativ zahlreich originale Stücke erhalten. Solche Gemmen anbieten zu können freut uns stets besonders.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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