Die Anfänge des Muttertags

Bedeutungsvoller Diamant-Anhänger, Flandern um 1800

Das „Flämische Herz“ (oder Vlaams hart) ist Bestandteil einer alten belgischen Tradition, die im späten 18. Jahrhundert ihren Anfang nahm. Ausgeführt in Silber und besetzt mit Diamanten im Rosenschliff, bestehen diese großen Anhänger stets aus mehreren zusammengehörigen Elementen. Auch in unserem Flämischen Herzen sehen wir zunächst tatsächlich ein großes Herz, das aus filigranen Ranken gewunden scheint. In das durchbrochene Geflecht aus gegossenem Silber sind in regelmäßigen Abständen tropfenförmige Fassungen mit Diamanten eingesetzt. Mittig eingesetzt findet sich zudem ein weiterer Tropfen, der einen kleinen Diamanten in zeittypischer Spiegelfassung hält. Dieses große Herz, an sich schon ein wirklicher Hingucker, wird überhöht von gekreuzten Liebestrophäen, in Form eines Köchers mit Pfeilen, eines Bogen des Liebesgottes Amor und einer lodernden Fackel. Diese antikisierenden Element zeigen kleine Auflagen aus Rotgold. Unschwer ist die starke symbolische Aufladung dieses Schmuckstückes zu erkennen. Der Anhänger feiert in seiner Herzform mit den Liebestrophäen den Triumph der Liebe - doch ist eine besondere Form der Liebe gemeint: In Belgien wurden diese Herzen Art an Mütter verschenkt, die gerade ein Kind geboren hatten. Bei genauerem Hinsehen treten im großen Herzmotiv ganz dezent kleine Dornen hervor, die die Schmerzen der Mutterschaft vermitteln. So sind Mutterglück und auch die Schmerzen der Geburt eines Kindes in diesem Anhänger, der gegen 1800 entstanden sein wird, eingefangen. Das hier vorliegende Flämische Herz ist erstklassig erhalten und strahlt im Glanz des Silbers und der schönen Diamanten – eine wunderbare Gelegenheit, ein Stück europäischer Schmuckgeschichte mit neuem Leben zu erfüllen und eine geliebte Mutter zu beschenken!

iamanten im Rosenschliff, auch „Rose couronée“, „gekrönte Rosen“ genannt, finden sich bereits bei Schmuckstücken des 16. Jahrhunderts; zahlreiche berühmte Diamanten wie der Orloff und der Großmogul sind in diesem Rosenschliff gestaltet. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Oberseite des Diamanten sternförmig facettiert ist und die Unterseite flach geschliffen wurde. So entsteht ein ganz spezifischer, sanfter Schimmer, der sich sehr vom manchmal grellen Leuchten der heutigen Brillanten unterscheidet.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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