Ein Korb voller Blumen

Wundervolle Giardinetto-Brosche mit Smaragden, Rubinen & Diamanten, um 1920

Giardinetto-Schmuckstücke sind Entwürfe, welche Blumen oder Früchte nachahmen, meist in einer Vase oder einem Korb. Farbsteine sind dabei oft als Blüten und Früchte eingesetzt und bilden so diese köstlichen Gaben der Natur kostbar nach – ganz so, wie im Fall der hier vorliegenden Brosche, welche in Form eines anmutigen Weidenkorbes mit kostbaren Blumen gestaltet ist. Giardinetto-Schmuck entstand erstmals in der Epoche des Rokoko, doch auch in den folgenden Jahrhunderten wurde die Entwurfsidee in Wellen wieder aufgegriffen. In den 1920er Jahren waren Blumenkörbe wieder einmal besonders in Mode und blieben noch bis über die Mitte des Jahrhunderts hinaus populär. Unser Exemplar ist in den Jahren um 1920 gefertigt worden und besteht aus Silber. Die Brosche zeigt sich als flacher Korb mit einem üppigen Bouquet aus Rosen. Ihre Blüten werden durch weiße Altschliff-Brillanten, grüne Smaragde und rote Rubine zum Leuchten gebracht. Der Entwurf ist einer subtilen, ihn belebenden Asymmetrie unterworfen. Die Farbpalette in Weiß, Rot und Grün hat den Vorteil, dass die Brosche zu einer Vielzahl von Kleidern tragbar ist: Ihre Größe ist nicht zu aufdringlich, doch präsent genug, um bewundernde Blicke auf sich zu ziehen. Erstklassig erhalten, liegt hier eine hochdekorative Brosche in einem bezaubernden Entwurf vor, die ein wunderbares Beispiel für die Mode der Zwanzigerjahre Jahre darstellt – die neben der Moderne auch die Vergangenheit als Inspiratonsquelle zu nutzen wusste.

Blumen und Pflanzen waren ein großes Thema in Mode und Schmuck des Europa der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Rokoko versprach Lebensfreude und Zuversicht, gehobene Kultur und höfische Raffinesse. Filigrane und farbenfrohe „Giardinetto“-Schmuckstücke (aus dem Italienischen, „kleine Gärten“) gehören zu den ansprechendsten Schöpfungen dieser Zeit. Sie zeigen oft anmutige Kompositionen aus kleinen Blüten oder Blumensträuße mit Edelsteinen und Diamanten und manchmal auch Arrangements in einen Korb, ein Füllhorn oder einen Topf gesetzt. Nur sehr wenige dieser bezaubernden Schmuckstückstücke haben sich über die Jahrhunderte erhalten. Vgl. hierzu Hanns-Ulrich Haedeke, Schmuck aus drei Jahrtausenden, Köln 2000, Nr. 376 ff.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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