Kleopatras Gastmahl

Wundervolle Ohrringe mit Orientperlen & Brillanten, Hans Beckmann, um 1975

Natürliche Perlen gehören seit jeher zu den begehrtesten Materialien der Schmuckwelt. Vor der Erfindung der Perlenzucht war ihr Wert nur mit den vier großen Edelsteinen Rubin, Smaragd, Diamant und Saphir (in der Reihenfolge ihrer früheren Bedeutung) zu vergleichen. Viele Geschichten und Legenden ranken sich um ihre Entstehung und die magischen Kräfte, die man ihnen zuschrieb. Zweifellos die berühmteste dieser Geschichten ist die Wette zwischen Kleopatra und ihrem Geliebten Mark Anton, die uns der römische Geschichtsschreiber Plinius überliefert. Das Liebespaar versuchte sich darin zu messen, wer das teuerste Gastmal aller Zeiten ausrichten könne. In Erwartung eines opulenten Banketts erschien daraufhin Mark Anton vor der Pharaonin, die ihm jedoch lediglich einen Becher voller Essig vorsetzte. Verwundert blickte der Römer Kleopatra an, die nun einen ihrer Perlohrringe abnahm, diesen in dem Essig auflöste und den Inhalt danach trank. Kleopatras Ohrringe galten als die kostbarsten Perlen, welche die Welt je gesehen hatte und wurde auf die damals astronomische Summe von 60 Millionen Sesterzen geschätzt. Als die Pharaonin auf diese Weise auch ihren zweiten Ohrring opfern wollte, stoppte sie Mark Anton und erklärte sich geschlagen. Die vorliegenden Ohrringe ließen uns sofort an diese alte Geschichte denken, präsentieren sie uns doch gleich 48 kleine Orientperlen in wunderbaren pastelligen Naturfarben, wie wir sie schöner selten gesehen haben. Die kostbaren Meereschätze haben leicht barocke Formen und sind in jeweils eine muschelförmige Schale gesetzt. Wir sehen ein Spektrum von Naturtönen über Gold, Violett, Grau, Flieder, Kupfer bis hin zu sehr seltenen Grüntönen. Zwischen den Meeresschätzen aus dem Persischen Gold funkeln insgesamt zehn kleine Brillanten. Feine Brisuren aus Gold halten die Perlen beweglich und sind ebenfalls mit kleinen Brillanten ausgefasst. Die Ohrringe sind exzellent erhalten und wurden laut Angaben der Vorbesitzerin Mitte der 1970er Jahre bei Hans Beckmann in Düsseldorf für knapp 10.000 DM erworben.

Naturperlen gehörten schon immer in die Kunst- und Wunderkammern der Herrscher Europas. Die Werthaltigkeit von Naturperlen gegenüber Zuchtperlen liegt auf der Hand - handelt es sich doch dabei wie bei natürlichen Edelsteinen um kleine Naturwunder. Der Preis für Naturperlen lag in den Jahren um 1900 bei etwa dem für gleichgroße Diamanten und Perlen für eine Halskette wurden meist aus Kostengründen einzeln erworben und gesammelt bis ein Strang beisammen war. Der Zauber, der von natürlichen Perlen ausgeht, ist kaum in Worte zu fassen, ist doch jede Naturperle anders als die andere und hat ihren eigenen Glanz, ihr eigene Struktur und Lüster. Es sind immer wunderbare Unikate der Natur - die heute kaum noch zu finden sind.

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