Pride of Scottland

Viktorianische „Pebble“-Brosche aus Silber & Halbedelsteinen, um 1870

Schottland geriet zur Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem wahren Sehnsuchtsort der Briten. Der Wunsch zur Rückkehr zur Natur, der in Deutschland die Romantik befeuerte, beflügelte im Vereinigten Königreich die Liebe zum rauen Landesteil im Norden. Königin Victoria zog sich für die Sommermonate auf ihr Schloss Balmoral zurück, man las die Romane Walter Scotts und sogar in Schottland selbst besann man sich auf seine Traditionen und belebte das Tragen von Kilts und Schottenröcken neu. Natürlich entstand auch Schmuck, der dieser Mode folgte. Charlotte Gere/Judy Rudoe: Jewellery in the Age of Queen Victoria, London: British Museum Press 2010, S. 57–95 haben zahlreiche wunderbare Beispiele für diese Stücke zusammengetragen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie farbenfrohe Halbedelsteine aus den Schottischen Bergen zu traditionellen Motiven wie Fibeln, Schnallen oder keltischen Kreuzen zusammenfügen, wobei stets ein malerischer Eindruck gesucht wurde. Diese Schmuckstücke entstanden zur Mitte des 19. Jahrhunderts zunächst in Schottland selbst, bei Goldschmieden in Glasgow und Edinburgh. Als die Nachfrage dann stieg, lieferten auch die großen Manufakturen in Birmingham und zum Ende des Jahrhunderts sogar in Idar-Oberstein Schmuck aus schottischem Halbedelstein, der sich in Großbritannien reger Nachfrage erfreute. Ein schönes Zeugnis dieser Mode liegt mit dieser Brosche vor. Sie ist in Form einer stilisierten Knotenform gestaltet und mit unterschiedlichen Halbedelsteinen aus den Highlands belegt. Wir sehen roten Jaspis und grünen Heliotrop in Kombination mit feinen Gravuren. Die Brosche ist ein typisches Zeugnis des Viktorianischen Zeitalters. Denn die freie Natur und und die Weite der Highlands begeisterten auch zu jener Zeit – nicht anders als heute.

Jedes Jahr im August begibt sich Königin Elisabeth II. zur Sommerfrische auf ihr Schloss Balmoral im schottischen Hochland. Damit folgt sie einer Tradition, die seit den Tagen ihrer Ururgroßmutter Queen Victoria besteht. Diese kaufte zusammen mit ihrem Mann Albert im Jahr 1847 das Anwesen im malerischen Hochland und ließ es prachtvoll ausbauen. Victoria und ihrer Familie verliebten sich in das raue Land im Norden der Insel und alles Schottische kam im ganzen Land in Mode. Traditionelle Kleidung und vor Schmuck waren ein Muss bei allen Angehörigen der Oberschicht, die zur Jagd und zum Fischen in das Hochland kamen. Vor allem die farbenfrohen Halbedelsteine, die in den Cairngorm Bergen westlich von Balmoral gefunden wurden, fanden in diesem Schmuck Verwendung und gaben ihm einen lokalpatriotischen Note. Dieser Schmucktypus wird heute als „Pebble Jewellery“ („pebble“ engl. für Kieselstein) bezeichnet. Der Schmuck, der so bis zum Ende des 19. Jahrhunderts entstand, fasst mit Vorliebe Achate, Jaspis und Onyxe in Silber, teilweise auch in Gold. Die nach ihrem individuellen Reiz ausgewählten Steine zeigen dabei stets natürliche Streifenmuster und jeder von ihnen bietet ein anderes Bild.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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