Im Rosengarten

Antike 1,25 ct Diamantrose in einem ungetragenen Weißgoldring, um 1890/2020

Historische Diamanten haben heute wieder viele Freunde, gerade weil die Steine eine ganz eigene Individualität haben, die sich von modernen Vollschliffen unterscheidet. Jeder Steine wurde vom Schleifer genauestens untersucht um die optimale Form zu finden, die möglichst viel seiner Substanz erhält und seine Schönheit optimal zur Geltung bringt. Der vorliegende Ring präsentiert einen großen Diamant-Solitär in einem der ältesten Schliffe, die es für den Edelstein gibt. Es handelt sich um den sogenannten Rosenschliff (auch Rose couronée , „gekrönte Rosen“ genannt), der bereits im 16. Jahrhundert in der Stadt Antwerpen entwickelt wurde. Der Stein hat ein Gewicht von 1,25 Karat und zeigt eine wundervoll warme, natürliche Beige-Braune Farbe, die ausgesprochen edel erscheint. Um den in den Jahren um 1890 geschliffenen Diamanten zeitlos zu präsentieren, haben wir eine Fassung aus einer Manufaktur in Chicago gewählt, die Fassungen in handwerklich besonderer Finesse und Feinheit herstellt. Inmitten von geometrischen Durchbrechungen, die wie Spitze anmuten, wird der große Diamant effektvoll über den Finger angehoben präsentiert. Das kühl getönte Edelmetall intensiviert seine Feuer und seine Farbe hervorragend. Ein perfekter Verlobungsring für all die, die die Geschichte ihres Verlobungsringes von Grund auf selbst schreiben wollen – und die doch die Eleganz ungewöhnlicher Schmuckstücke und die Individualität alter Diamantschliffe zu schätzen wissen.

In der Antike wurden Diamanten vor allem für ihre unvergleichliche Härte geschätzt. Als Symbole unbesiegbarer Stärke war ihre Schönheit bestenfalls zweitrangig. Tatsächlich erscheinen die frühen Diamanten dem modernen Auge überhaupt nicht attraktiv. Mittelalterliche Schlifftechniken erlaubten ebenfalls keine spektakulären Lichtreflexe und die verbreiteten Tafelschliffe brachten nur Helligkeit und Farbe der Steine zur Geltung. All das änderte Verlauf des 17. Jahrhunderts. Der Adel des Barock entwickelte eine Vorliebe für glitzernde Edelsteine. Besonders populär waren Diamanten im Rosenschliff, deren vielfältige Facetten das Kerzenlicht wunderbar reflektieren. In der Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich ein erster, früher Brillantschliff, der nach dem einflussreichen Kardinal Jules Mazarin als Mazarinschliff bezeichnet wird und sich durch eine Krone mit 17 Facetten auszeichnet. Bereits gegen Ende des Jahrhunderts wurden diese Diamanten dann durch eine neue Form abgelöst, der nach seinem Erfinder als Peruzzi-Schliff benannt ist. Vincenzo Peruzzi war ein Edelsteinschleifer aus Venedig, der die Krone der Diamanten um zusätzliche Facetten auf insgesamt 33 erhöhte und so das Feuer der Steine enorm steigerte. Diese frühen Brillanten waren jedoch, was Anzahl und Form der Facetten angeht, nicht standardisiert. Jeder Stein wurde so geschliffen, dass möglichst viel Substanz erhalten bleiben konnte. Neue Diamantvorkommen in Brasilien führten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts dann zu einer Schliffform, die als Old Mine Cut bekannt wurde. Diese Diamanten ähneln bereits sehr unseren heutigen Vollschliff Brillanten, doch sollten noch einige Generationen stetiger Verbesserung der Schlifftechnik nötig sein, bis aus dem Old Mine Cut zunächst der Altschliff, und schließlich in den 1940er Jahren der moderne Vollschliff wurde.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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