Ein Schiffchen voller Edelsteine

Viktorianischer Goldring mit Rubinen & Diamanten, Birmingham 1898

Luxus, Lebensfreude und die Feier der Schönheit zeichneten die letzten Jahre des 19. Jahrhunderts aus. Die Belle Époque schwelgte in Reichtum und Glanz: Im Moulin Rouge in Paris tanzten die schönsten Tänzerinnen der Welt, auf der Ringstraße in Wien trafen sich die verliebten Paare der Gesellschaft, auf den Bällen in den eleganten Hotels der britischen Hauptstadt London strahlten die Roben und die Diamanten der Damen um die Wette. Der hier vorliegende prachtvolle Ring entstammt dieser Epoche der Schönheit und des Glanzes. Der schiffchenförmige Ringkopf ist mit zehn Diamanten im Altschliff besetzt. Ein leuchtender Rubin schmückt die Mitte des Ringkopfes. Die Steine sind auf einer Galerieunterkaderung à jour, also offen gefasst, sodass möglichst viel Licht an sie kommt. Die Diamanten heben im Kontrast die leuchtende Farbe des Rubins noch zusätzlich hervor. Zusammen mit dem warmen Glanz des hochkarätigen Gelbgoldes ergibt sich so eine harmonische Komposition. Durch seine Stempelung ist der Ring genau zu datieren und lokalisieren: Er ist im Jahr 1898 in der Werkstatt der Nathan Brothers in Birmingham gefertigt worden. Dabei ist er ist flach gearbeitet, sodass der Ring sich angenehm trägt, heute genau so attraktiv wie vor mehr als 120 Jahren.

Der Rubin ist die rote Varietät des Minerals Korund. Korunde begegnen in beinahe allen Farben des Regenbogens, auch ganz farblose Steine sind darunter. Doch während alle diese Steine auch als Saphir angesprochen werden können, sind allein die prächtig roten Steine dieser Mineralgattung Rubine. Unter den Farbsteinen ist der Rubin mit Abstand der wertvollste Stein, allein besonders qualitätvolle pinke, blaue oder grüne Diamanten erzielen heute höhere Preise. Dabei wurden in der Geschichte die besten Rubine stets in Burma gefördert, rund um die Stadt Mogok. Sie zeichnen sich durch eine intensive, pink-rote Farbe aus, die auch als „Taubenblut“ bezeichnet wird. Die besten Steine scheinen dabei wie von einem inneren Feuer heraus zu leuchten, das am besten bei Tageslicht sichtbar ist: Steine, die bei Kunstlicht noch traumhaft rot leuchten, können unter der Sonne wie ausgewaschen wirken. Der Überlieferung nach sind Rubine göttliche, fürstliche Steine. Da ihre Farbe an Blut und loderndes Feuer erinnert, war ihre Verbindung zur brennenden Liebe ganz selbstverständlich. Angeblich verhindern sie sogar Krankheiten und spenden stolzen, frischen Mut. Indische Fürsten ließen sich daher sogar als „König der Rubine“ anreden. Im Gegensatz zu historischen Rubinen sind in den letzten Dekaden geförderte Steine in beinahe allen Fällen hitzebehandelt um ihre Farbigkeit zu verbessern, was dem Preis der Steine indes nicht zuträglich ist.

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