Zusammen eins

Zarter antiker Diamant-Ring in Platin & Gold, Deutschland um 1910

Ringe mit geschwungenen Schienen, an deren Enden kostbare Edelsteine oder Perlen präsentiert werden, begegnen uns erstmals in den Jahren um 1900. Inspiriert von den dynamischen Formen des Jugendstil wurde diese Schmuckmode schnell ein großer Erfolg. Kein Wunder, dass entsprechende Entwürfe noch bis in die 1940er Jahre modern blieben, allen übrigen Wandlungen des Geschmacks zum Trotz. Der hier vorliegende, zarte Ring, der zwei Diamanten im historischen Altschliff zwischen seine Arme geschlossen hat, schimmert in reinem Weiß. Die beiden Diamanten sind in Platin gefasst; zwei weitere, mit kleinen Diamanten ausgefasste Schwünge halten die Mittelsteine wie Arme begleiten. Auch sie sind in Platin gesetzt, das mit feinen Gravuren zusätzlichen Schwung in den Entwurf hineinbringt. Rückseitig ist der Ring aus Gelbgold gefertigt, da Platin zur Entstehung des Ringes nur äußerst schwierig zu verarbeiten war. Die Goldschmiede des frühen 20. Jahrhunderts beschränkten sich daher meist auf eine Schauseite aus diesem kostbaren Material, auch weil eine Ringschiene aus Gold leichter anzupassne ist, sollte der Ring einmal zu klein geworden sein. Die Verarbeitung und die Schliffe der Diamanten zeigen, dass der Ring in den Jahren um 1910 entstanden ist. Die Punzierung belegt zudem, dass er in Deutschland geschmiedet wurde. Es war dies eine Zeit des Aufbruchs, der Moderne und der Modernisierung, in der Altes neben Neuem bestand und sich in den Künsten und der Gesellschaft viele unterschiedliche Kräfte tummelten. Der Ring mit seiner Lust an der Schönheit und seiner eleganten Bewegung entspricht dieser Zeit ganz und gar.

Weißjuwelen, also Schmuckstücke in weißer Farbigkeit, feiern das Licht. Die Neuerung der elektrischen Glühlampe ließ am Ende des 19. Jahrhunderts die Nacht zum Tage werden. Folglich konnte nun auch der Schmuck am Abend strahlen wie noch nie zuvor. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten. Als dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts erst Platin und schließlich auch Weißgold ihren Einzug in die Schaufenster der Juweliere hielten, war dieser weiße Glanz vollkommen, und die Nacht zum Tage gemacht.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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