Zwischen Antike und Moderne

Zarter Armreif aus Gold mit Perle & Iolithen, Victorian um 1890

Das 19. Jahrhundert kannte in den Künsten einen großen Formen- und Stilreichtum. Insbesondere die Vergangenheit wurde vielen Künstlern zur Inspiration. Dass die historischen Vorbilder dabei meist nicht detailgetreu kopiert, sondern oft im Sinne der Zeit neu interpretiert wurden, zeigen Stücke wie dieser Armreif. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Formen wirklich antiken Schmucks noch unbekannt. Weder in der Renaissance, noch im Klassizismus hatten Ausgrabungen echten Schmuck der Alten hervorgebracht. Die Entwürfe dieser Epochen waren lediglich Annäherungen an ein Ideal gewesen, das man sich aus anderen Zusammenhängen wie der Architektur erschließen musste. Mit der Entdeckung echten etruskischen Schmucks ab den 1820er Jahren in Italien änderte sich dies schlagartig. Prinzessin Alexandrine von Canino etwa war dafür bekannt, gern einige auf ihrem Landsitz bei Rom gefundene original etruskische Schmuckstücke zum Neid ihrer Freundinnen zu tragen. Doch die Zahl der Stücke, die ja alle Zufallsfunde waren, bleib gering und originalen, Jahrtausende alten etruskischen Schmuck konnte weiterhin nur ein Bruchteil der Damen besitzen. Daher begannen die Goldschmiede jener Jahre schon bald, Schmuckstücke nach nun endlich bekannten antiken Formen herzustellen. Typische Elemente, die immer wieder verwendet wurden, waren gedrehte Bänder, die aussehen wie Seile oder Kordeln und Kugeln aus Gold unterschiedlicher Größe. Beide Elemente finden sich auch in dem hier vorliegenden Armreif. Der Entwurf weitet sich dabei in der Mitte der Schauseite und präsentiert zwei Blüten aus blauem Iolith und zwischen ihnen eine weiß schimmernde Perle. Zusammen mit dem warmen Glanz des leicht rötlichen Goldes ergibt sich so eine harmonische, reiche Komposition, die ganz dem opulenten Geschmack des späten 19. Jahrhunderts entgegenkam. Der Armreif ist in Großbritannien entstanden, in den Jahren um 1890. Wir haben ihn im Süden Englands entdeckt.

Das späte 19. Jahrhundert war vernarrt in die Vergangenheit. Die Gesellschaft änderte sich, die Industrie hatte die einstmals beschaulichen Städte längst in große Metropolen verwandelt, und neue Techniken wie der Telegraph brachten die Welt näher zusammen. In dieser Situation sehnten sich die Bürger nach Stabilität und Verlässlichkeit - und schauten auf die Geschichte zurück, um hier Vorbilder zu finden für ihre eigene Zeit. In den früheren Jahrhunderten hatten sich Moden und ästhetische Vorlieben nur sehr langsam gewandelt. Im 19. Jahrhundert beschleunigte sich ihr Wandel dann enorm. Die Schmuckgeschichte kennt in den hundert Jahren zwischen 1800 und 1900 so viele Moden wie Generationen. Zu Beginn und zum Ende des Jahrhunderts etwa waren weiße Schmuckstücke gefragt, reich besetzt mit Diamanten. In den 1860er und 1870er Jahren waren kräftige Farben gefragt, vorzugsweise große, polierte Flächen aus Gelbgold und intensive Farbsteine.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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