...my dear friend

Zarter, viktorianischer Trauer-Ring in Gold mit Email & Diamant, London 1852

Wusste Sie, dass es in viktorianischer Zeit üblich war, den Gästen einer Beerdinung einen goldenen Ring zu schenken, der an die verstorbene Person erinnern sollte? Die Trauerregeln der damaligen Gesellschaft schrieben genau vor, welche Kleidung in Zeiten der Trauer getragen werden durfte und auch die in der Trauerzeit tragbaren Schmuckstücke waren strengen Regeln unterworfen. Das führte bereis Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer aufblühenden Industrie für Trauerschmuckstücke, die selbst in hochwertiger Form über Kataloge bestellt werden konnte. Daran erinnern uns die zahlreichen Trauerringe, die heute immer noch in vielen englischen Familien zu finden sind und die man aufgrund der Gravuren, Inschriften und Punzierungen meist genau datieren kann. Oft wurde die Ausgabe von Trauerringen im Vorfeld testamentarisch festgelegt und die Ringe bereits lebzeitig bestellt. Bei einem überraschenden Tod kümmerten sich die Erben um die Bestellung der entsprechenden Ringe. In der British Library haben sich zahlreiche Testamente erhalten, in denen die Ausgabe von Ringen festgelegt wurde - und oft war die Anzahl erstaunlich groß, teilweise wurden mehr als 70 Ringe desselben Entwurfs bestellt! Auch der hier vorliehegende Ring ist so ein Schmuckstück, das vermutlich auf einer Trauerfeier im Oktober des Jahren 1853 überreicht wurde. In goldenen Lettern vor schwarzem Grund lesen wir „IN MEMORY OF" in kräftiger Serifenschrift. Eine Blume, ebenfalls aus schwarzem Email stellt ein Vergissmeinnicht dar, dessen Mitte von einem Diamanten geschmückt wird. Das Innere der Ringschiene zeigt neben dem Londoner Hallmark eine zarte Inschrift: „My dear fried Hellen Flette /who died at 8th October 1852, aged 28". Wir wissen also, dass dieser Ring einer Freundin der Verstorbenen Helen übergeben wurde - nicht etwa einer Verwandten. Die Ausstattung mit einem Diamanten macht den Ring zu einem eher kostbaren Schmuckstück, preiswertere Modelle fassen meist Perlen oder verzichten auf Edelsteine. Es ist also zu vermuten, dass die Trägerin des Ringes ihrer Freundin sehr nahe stand. Offenbar trug sie den Ring fortan, denn sein dunkles Email ist an einigen Stellen abgetragen und matt - allein die Blätter des Vergissmeinnichts haben gut geschützt ihren Glanz bewahrt. Wir haben den Ring in London, dem Ort seiner Entstehung gefunden.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.