Berliner Luft

Zartes Diamant-Armband in Platin & Gold, Wilhelm Müller, Berlin um 1920

Es ist laut, schnell und wild: Der Verkehr rauscht über den Potsdamer Platz im langsam verglimmenden Abendlicht. Die Verkehrsampel in der Mitte des Platzes, die erste Ampel Deutschlands! - springt auf rot - die wartenden Menschen strömen über die Straßen, vorbei an den wartenden Automobilen, lachen, rennen, drängeln, und füllen die vielen großen Lokale ringsumher. Die Leuchtreklamen an den Häusern beginen zu glühen, von fern erklingt eine Jazzkapelle: Das Berlin der Zwanziger Jahre war eine Weltstadt, für einen kurzen Moment ein Schmelztiegel der Kulturen, ein New York Europas. Aus diesem Umfeld stammt das hier vorliegende, zarte Armband. Das schmale Band besteht aus Gold, dessen Oberfläche ganz mit hellem Platin belegt ist. Mittig weitet sich das Band zu einem mandelfrömigen, länglichen Zierglied. In seiner Mitte leuchten drei weiße Diamanten, die von umlaufenden Schattenfugen optisch noch vergrößert werden. Kleine Diamantrosen und funkelnde Millegriffes setzten zusätzliche Glanzpunkte. Die Herstellermarke „XX“ weist das Schmuckstück dem Sortiment der Berliner Juwelenmanufaktur Wilhelm Müller zu, die ihren Hauptsitz in der Gertraudenstraße in Berlin Mitte hatte. In der lebendigen und damals aufregenden Stadt Berlin reagierten Gestalter wie Müller mit ihren qualitätvollen und zeittypischen Entwürfen auf die schnell wechselnden Modetrends der „Jeunesse dorée“ und ermöglichten immer neue aufregende Gestaltungen.

Berlin erlebte im 19. Jahrhundert ein rasanten Aufschwung. Durch Zuwanderung verzehnfachte sich die Bevölkerung in diesem Zeitraum und betrug um 1900 knapp 1,9 Millionen. Unternehmer aus allen Regionen Deutschlands zog es in die Stadt und sie machten Berlin zum bedeutendsten Wirtschaftsstandort des Kaiserreichs. Die wirtschaftliche Prosperität ließ das kulturelle Leben erblühen und auch das gesellschaftliche Leben stellte bald sämtliche andere Städte des Landes in den Schatten. Für die Damen war dabei eine passende Schmuckausstattung unumgänglich. Für einen Schmuckhändler war Berlin der ideale Standort. Ein solcher war der Kaufmann Wilhelm Müller. Im Jahr 1847 gründete er einen Fachgroßhandel für Edelsteine, Perlen, Juwelen-, Gold- und Silberschmuck. Größtenteils wurden die Kreationen in den Zweigniederlassung in der Goldstadt Pforzheim und in der Silberstadt Schwäbisch-Gmünd gefertigt. Das Stammhaus des Familienunternehmens befand sich in der Gertraudenstraße in Berlin Mitte. Wie durch ein Wunder hat es die Zerstörungen des 2. Weltkrieges überstanden und steht noch heute als Erinnerung an die Kaiserzeit am Berliner Spittelmarkt. An der Wende zum 20. Jahrhundert war die Firma Müller der führende Schmuckhandel und über die Grenzen der Hauptstadt für ihre qualitätvollen Waren bekannt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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