Schleifen und Girlanden

Zartes Diamant-Collier in Formen des Garland Style, Portugal um 2000

Die Jahre kurz nach 1900 haben mit dem sogenannten „Garland Style“, dem „Girlandenstil“, eine Formsprache in die Welt des Schmucks gebracht, die dem Jugendstil eine neoklassische Stilauffassung entgegensetze. Die Motive dieses Stils – Schleifen, Lorbeerblätter und die namensgebenden Girlanden – waren dem späten 18. Jahrhundert entlehnt. Adel und die durch Industrialisierung zu hohem Wohlstand gekommene Bourgeoisie nutzten den Rückgriff auf den Geschmack der Zeitgenossen Marie Antoinettes, um sich elegant zu repräsentieren. Diesem Ideal der Belle Époque entspricht das hier vorliegende Collier. Es präsentiert dem Betrachter feine Girlanden, Blattmotive und zentral eine Schleife, unter der ein großer Halbkaräter abgehängt ist. Feine Millegriffes-Fassungen halten die Diamanten. Einige davon sind im modernen Vollschliff gestaltet, andere wiederum wurden scheinbar in Zweitverwendung eingesetzt, denn es handelt sich bei ihnen um Altschliffe aus der Zeit um 1900. Selbst die Kette ist in jener Feinheit und Detailverliebtheit gestaltet, wie wir es von Juwelen der Belle Époque kennen. Alle Elemente sind aus hochkarätigem Weißgold gefertigt. Das Collier erscheint auf den ersten Blick so als ein typisches Beispiel des Garland Style der Jahrhundertwende – doch verraten wenige Details, dass es rund ein Jahrhundert später entstand. In Südeuropa und gerade in Portugal entstanden seit Mitte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Schmuckstücke, welche den klassischen und prachtvollen Weißjuwelen der Belle Époque huldigten. Zu erkennen geben sie sich, wie hier, dem geübten Auge nur unter der Lupe aufgrund der verwendeten Diamantschliffe, der Punzen und oftmals der Verwendung von Weißgold anstelle von Platin. Kleine Stempel auf der Schließe verraten, dass das Collier um die Jahrtausendwende in Portugal entstand. Seine Form, aber auch seine feine Verarbeitung sind heute ebenso zeitlos wie vor über einem Jahrhundert.

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