White Treasures

Zauberhaftes Diamant-Armband des Art Déco, um 1930

Schmuck in elegantem, kühlem Weiß – das war der Traum der Schmuckgestalter seit dem späten 19. Jahrhundert. Doch die technischen Möglichkeiten setzten diesem Traum noch einige Zeit einen Riegel vor. Diamanten waren zwar verfügbar, doch die heikle Stelle war die Frage nach dem richtigen Metall. Zunächst stand nur Silber zur Verfügung, um daraus weißen Schmuck zu gestalten, doch läuft das Metall an und kann Verfärbungen auf Haut und Kleidern hinterlassen. Schließlich dann gelangten erst Platin und in den 1910er Jahren auch Weißgold in die Werkstätten der Juweliere und damit auch an die Handgelenke und Dekolletés der Damen. Das vorliegende Armband zeigt sich als elegant-graphischer Entwurf des Art Déco der 1930er Jahre. In jener unvergleichlichen Präzision, welche die Schmuckstücke des frühen 20. Jahrhunderts auszeichnet, gliedern Millegriffes die rechteckigen Elemente, die je mit einem Diamanten im Übergangsschliff besetzt sind. Insgesamt sind 18 Brillanten von zusammen etwa 2,70 Karat Gesamtgewicht und ausnahmslos sehr guter Reinheit verarbeitet. Die Fassungen der Diamanten, alle beweglich aneinandergesetzt, sind seitlich fein graviert und eine einfache Gliederkette komplettiert das Schmuckstück mit seiner strahlenden Schauseite. Das kühle Weiß des Armbands entstand ursprünglich durch eine Auflage auf Platin auf dem damals noch neuen und leicht gelblichen Weißgold. Eine spätere Besitzerin dann ließ das Schmuckstück durch eine Rhodinierung in reinem Weiß erstrahlen und offenbar um ein Glied kürzen. Es hat nun eine Länge von 17 cm. Gern kann unser Goldschmied das Band zu seiner ursprünglichen Länge ergänzen, wenn notwendig. Wir erstellen dazu gern ein unverbindliches Angebot. Aufgrund der Materialien, des Entwurfs und der Diamantschliffe datieren wir das Armband in die Jahre um 1930. Ein deutscher Stempel für den Feingehalt des Weißgolds zeigt seinen Entstehungsort an. Wir haben das feine Armband aus dem Nachlass einer Hamburger Kaufmannsfamilie erwerben können.

Seit den Jahren um 1900 wurde immer häufiger Platin verwendet, doch war dessen Bearbeitung schwierig und das Metall noch viel teuerer als Gold, sodass es hier meist bei Auflagen aus Platin auf der Schauseite der Stücke blieb. Erst als im Jahre 1912 in Pforzheim die massentaugliche Herstellung von Weißgold geglückt war, durch eine kluge Legierung von Gold mit anderen Metallen, war der Weg frei für rundum weißen Schmuck. Es sollte nun jedoch noch bis zur Zeit nach dem 1. Weltkrieg dauern, bis sich das neue Metall richtig durchsetzte: Mit der Mode des Art Déco jedoch gab es hier kein Halten mehr.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.