Etwas Altes, etwas Neues...

Zeitloser Ring mit 1,33 ct Diamanten, 1960er Jahrre

Die Form des Brillanten hat sich über viele Jahrhunderte entwickelt. Lange war es technisch nicht möglich, den Rohkristall mehr als nur rudimentär zu verändern, da der Diamant ja so außergewöhnlich hart ist. Im 17. und 18. Jahrhundert gelang es dann, dem Kristall mehr und mehr Facetten abzutrotzen und im Laufe des 19. Jahrhunderts näherten sich die Schliffe immer mehr der Form an, die wir heute als Brillant kennen. Erst im Jahr 1919 aber hat Marcel Tolkowsky die Idealform des Brillanten auf optisch-physikalischer Grundlage errechnet; die genaue Form, welche in Deutschland heute der Standard ist, der sog. Feinschliff der Praxis, ist sogar erst 1938 festgelegt worden. Wirklich durchgesetzt hat sich die Form des modernen Brillanten dann nach dem Zweiten Weltkrieg. Der vorliegende Ring erscheint wie ein kleines Kompendium dieser Geschichte der Brillantschliffe, denn es finden sich verschiedene historische Varianten nebeneinander. Hier glänzen kleinere moderne Brillanten zwischen zwei großen Diamanten im Altschliff, auch Old European Cut genannt, der Jahre um 1900. Ein Diamant weist sogar den sog. Old Mine Cut auf, den kissenförmigen Altschliff, geschliffen noch im 19. Jahrhundert. Der Mittelstein allein wiegt etwa ein halbes Karat, insgesamt sind hier etwa 1,33 ct Diamanten versammelt. Schöne Edelsteine aus älteren, von der Mode überholten Schmuckstücken in neuen Stücken zu verwenden, war zu allen Zeiten gang und gäbe. Auch dieser Ring entstand wohl in den 1960er Jahren auf diese Weise unter Verwendung älterer Erbstücke. Nun wartet er bei uns darauf, seiner Geschichte das nächste Kapitel hinzuzufügen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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