Frühlingsgruß aus Liverpool

Zierliche Brosche mit Peridot & Perlen in Gold, Liverpool um 1905

Der Peridot, jener frühlingsgrüne Stein, begegnet uns im britischen Schmuck erst ab Ende des 19. Jahrhunderts in größerem Maße. Denn Hauptabbaugebiet des Peridots war seit der Antike die zu Ägypten gehörende St. Johannes Insel im Roten Meer. Die Insel, auch unter dem Namen Zabargad bekannt, ist unbewohnt und Gegenstand vieler Mythen und Legenden. Erst ab der Übernahme der Herrschaft des Landes am Nil durch die Briten ab 1882 fanden die grünen Edelsteine in hoher Zahl Eingang in den britischen Schmuck. Zuvor waren sie oft aus alten Schmuckstücken ausgefasst worden, brauchte man einen qualitätvollen Peridot. Besonders beliebt war der Peridot dann als farblicher Akzent auf Broschen, Anhängern und Ohrringen, wie man sie in der edwardianischen Zeit trug. Denn die Mode der Jahre zwischen 1901 und 1910 war heller und leichter geworden als die der viktorianischen Zeit und entsprechend setzte man auf pastellfarbene Steine. Leicht und beschwingt zeigt sich auch diese Brosche, welche den Peridot als Mittelpunkt auserkoren hat. Als Blüte leuchtet er unter mit Saatperlen besetzten Blättern inmitten eines geschwungenen Jugendstil-Rahmens. Die Brosche selbst ist aus 15-karätigem Gold gefertigt, wie man es in England nur bis 1932 verwendete. Sie hat sich in sehr gutem Zustand in ihrem mit Samt und Seide ausgeschlagenen Original-Etui der Goldschmiede W. Angus & Sons aus Liverpool erhalten, die ihr Geschäft in der Lord Street betrieben. Wir haben die Brosche in Hamburg entdeckt.

„Fine peridots come from Egypt, but until quite recently the largest and finest peridots met with in commerce were obtained from old ecclesiastical and other jewellery. Now one at least of the best of the original sources has been re-discovered in the island of St. John in the Red Sea. And still more recently the islands of Rahamah and Kad-Ali appear likely to prove among the best localities for the peridot.“ (Arthur Herbert Church, Precious Stones: considered in their scientific and artistic relations. A guide to the Townshend collection. Victoria and Albert Museum, London 1913, S. 109). Hauptabbaugebiet des Peridots war seit der Antike bis weit in das 20. Jahrhundert die St. Johannes Insel im Roten Meer. Die Insel, auch unter dem Namen Zabargad bekannt, ist unbewohnt und Gegenstand vieler Mythen und Legenden. Der antike Autor Plinius der Ältere kennt sie als „Topazos“, andere Autoren der Antike meinen, auf ihr wohnten wilde Höhlenmenschen, welche ihre Schätze dort gegen alle Fremden verteidigen. Ihr deutscher Name indes stammt wohl von der Legende des Priesterkönigs Johannes, dessen vermeintliches Reich im Mittelalter bekannt war, von dessen genauer Lage indes niemand etwas wusste. Erst zum Beginn des 19. Jahrhunderts begann ein europäisches Konsortium mit dem neuerlichen Abbau der Steine. Zum Ende des Jahrhunderts wurde der Peridot dann in Großbritannien ein wahrer Modestein.

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