Perfektes Doppel

Zweireihiges vintage Perlen-Collier mit Diamantschließe, um 1980

Der Ursprung der Perlen gab den Menschen lange Rätsel auf. In der Antike vermutete man, es seien Tautropfen, welche in die Muschel tropfen und sich dort zu Perlen verwandelten. In späteren Zeiten wurde diese Idee verworfen; 1704 ahnte bereits Michael Bernhard Valentini in seinem Museum Museorum: „Von dem Ursprung und Wachsthum dieser Perlen finden sich verschiedene Meynungen unter denen Gelehrten / indem viele mit dem alten Plinio darvor halten / sie würden aus dem Thau / so in die eröffnende Muscheln tropfet / generiret. Allein diese Meynung ist ganz falsch / indem unlaugbar / daß die Perle-Muscheln aus dem Grund des Meers und anderer Wässern / wohin der Thau nie kommen kan / gefischet und gelanget werden müssen.” Wie die Perlen indes entstanden, wusste Valentini auch nicht recht. Er nahm an, es seien die Eier der Muscheln und sie dienten der Fortpflanzung: „Die Perle, so bald sie von der Muschel ausgelegt ist, wächst jähling, bricht auff, wird lebendig und eine junge Muschel daraus.“ Es sollte bis in das 20. Jahrhundert dauern, bis die Entstehung der Perlen endlich soweit geklärt war, dass sich ein findiger junger Japaner daran wagen konnte, Perlen in Muscheln zu züchten. Diese Zuchtperlen wurden immer weiter verfeinert, verbessert, und in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg begannen sie ihren Siegeszug um die Welt. Wunderbar rund, sorgsam ausgesucht und perfekt „gematched“, wie es heißt, konnten nun zum ersten Mal auch bürgerliche Kreise der Gesellschaft sich Perlenschmuck leisten. Eine wahre Demokratisierung des Schmucks, wenn man so will. Teuer aber blieben diese japanischen Zuchtperlen noch immer, und so ist das hier vorliegende Collier, das in den Jahren um 1980 in Düsseldorf erworben wurde, auch stets in Ehren gehalten worden. Zwei Reihen Zuchtperlen werden von einer mit zahlreichen weiteren, kleineren Perlen besetzten Schließe gehalten. Fünf Diamanten fügen Glanzpunkte hinzu und erinnern an das glitzernde Wasser, die Heimat der Muscheln.

Schon bei den Griechen und Römern waren Perlen als Schmuckstücke sehr begehrt. Die griechische Bezeichnung „margarita“ wurde gleichsam auch als Bezeichnung für die Geliebte eingesetzt, ein Begriff, der sich bis heute im Namen Margarete erhalten hat. Im Mittelalter galten Perlen als Zeichen der Liebe zu Gott und so haben sich zahlreich feine Klosterarbeiten erhalten, die aus winzigen Flussperlen hergestellt sind. „In mystischer Deutung sind Muscheln auch Mutter-Gottes-Symbol, denn Maria birgt die ‚eine köstliche Perle‘. Phantasie und Mythos verarbeiten die ‚reine‘ Kugelgestalt zu immer neuen Bildern und Gleichnissen. Die Muschel taucht aus dem Schoß des Meeres zur Nachtzeit auf, empfängt den fruchtbaren Tau des Mondes (daher auch Tränen- und Unglücksbeziehung), der die Perle zeugt. Perlen sind jungfräuliche Medien in Liebes-, Glücks- und Fruchtbarkeitsbeschwörung.“ Liselotte Hansmann/Lenz Kriss-Rettenbeck: Amulett und Talisman. Erscheinungsform und Geschichte, München 1966, S. 111. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Perlmuscheln, die ganz verschiedene Perlen hervorbringen können, so ist die Beschäftigung mit Perlen eine Wissenschaft für sich. Perlenschmuck gehört klassischer Weise zu jeder guten Grundausstattung einer Dame – Im Schmuckkästchen darf die klassische Perlenkette nicht fehlen. Mit Ihr ist man immer gut gekleidet, sie schmückt zu jedem Anlass.

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