Mutterliebe

Antike Muschelgemme mit Raffaels Madonna della Seggiola, Italien um 1850

Die „Madonna della Seggiola“ oder „Madonna im Lehnstuhl“ ist ein berühmtes Bild Raffaels, das heute im Palazzo Pitti in Florenz aufbewahrt wird. Entstanden um 1514, gilt es als eines der Meisterwerke des Malers aus Urbino. Das runde Gemälde zeigt Maria mit dem Jesuskind. Die meisterhafte Darstellung der Mutterliebe wurde besonders zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Zuge der Raffaelbegeisterung vielhundertfach kopiert. Ingres, der Hofmaler Napoleons etwa fügte es in zahlreiche seiner Bilder als Zitat ein, das eine mal recht prominent im Bildhintergrund, dann wieder versteckt wie im großen Throngemälde Napoleons von 1806, wo es in den Teppich unter dem Herrscher eingewirkt als Ausweis seiner Fürsorglichkeit für das Vaterland steht. Die hier vorliegende Gemmenbrosche zeigt ebenfalls Raffaels Madonna. Die Gemme ist in den Jahren um 1850 von einem italienischen Künstler detailreich in Muschelschale geschnitten worden. Vor allem die Region um die Bucht von Neapel war Zentrum der Gemmenschneidekunst und ihre Arbeiten für ihre außerordentliche Qualität berühmt. Die Komposition und die innige Beziehung zwischen Maria und Jesus sind sehr schön wiedergegeben und leuchten in warmen Ton der Muschelschale. Vermutlich wurde die Gemme in von einem englischen Italienreisenden erworben, der das Land auf einer sogenannten Grand Tour besuchte. Die klassische Bildungsreise war fester Bestandteil für alle Angehörigen der viktorianischen Oberschicht. Ein besonderer Höhepunkt war stets der Besuch der Stadt Florenz. Dort am Geburtsort der Renaissance wurden die weltberühmten Sammlungen wie die Uffizzien studiert und die Kunstwerke hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Souveniers aus dem sonnigen Süden waren unverzichtbarer Mitbringsel und kündeten den Daheimgebliebenen von der humanistischen Bildung ihrer Träger. Erst im heimischen England wurde die Gemme mit Raffaels Madonna mit einer aufwändigen Fassung aus vergoldetem Pinchbeck Gold versehen und als Brosche tragbar gemacht. Mit dieser Brosche liegt ein besonderes Stück mit eigener kulturhistorischer Geschichte vor, das zugleich jedoch nicht nur historisch interessant ist, sondern auch heute noch das Herz jedes Betrachters rührt – und das getragen viel über seine Trägerin auszusagen vermag.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen