Grand Tour

Grand Tour

Eine Reise in den Süden

Als Johann Wolfgang Goethe 1786 zu seiner italienischen Reise aufbrach, folgte er darin einer Gepflogenheit seiner Zeit. Die Grand Tour war für junge europäische Adelige und reichere Bürger des 18. Jahrhunderts geradezu verpflichtend. Als Bildungsreise nach Frankreich und Italien galt sie den Kunstschätzen und antiken Bauwerken beider Länder, deren Kenntnis als Ausweis einer guten Bildung und eines distinguierten Geschmacks galt.

Unser Steckenpferd sind Schmuckstücke, die auf diesen großen Italienreisen erworben wurden. Sie waren häufig Geschenke für die Daheimgebliebenen oder Erinnerungsstücke an das Erlebte. Mit Stolz und etwas Sentimentalität getragen, künden Sie von der Schönheit Italiens, der Kenntnis mythologischer Stoffe und, nicht zuletzt, vom guten Geschmack ihrer Träger.

Tatsächlich reagierten die italienischen Kunsthandwerker des späten 18. und 19. Jahrhunderts schnell auf die Kaufkraft der wohlhabenden Reisenden aus dem Norden. Spezialisierte Werkstätten in allen Teilen des Landes brachten Kunstwerke hervor, deren Qualität und Aussagekraft uns oft noch heute den Atem verschlägt. So finden Sie in unserem Angebot fabelhafte Schmuckstücke mit Mikromosaiken aus den Werkstätten des Vatikans, welche die Sehenswürdigkeiten Roms in Kleinformate bannten, bevor die Fotografie erfunden war. Regelmäßig spüren wir schmückende Andenken in Florenz auf, in Form von Blumen-Marketerien aus polierten Edelsteinen. Sie entstammen der noch heute existierenden Opificio delle Pietre Dure. Fein gravierte Kameen und Gemmen aus der Bucht von Neapel begeistern uns ebenso immer wieder aufs Neue. Aus verschiedenen Naturmaterialien wie Austernschalen bzw. den Gehäusen von Meeresschnecken hergestellt oder aus der Lava des Vesuvs oder Edelsteinen geschnitten, sind diese Stücke besondere historische Mosaiksteine der Schmuckgeschichte.

All diese Objekte sind mit besonderer Liebe zum Detail gefertigt und werden von uns dahingehend ausgesucht. Sie erzählen spannende Geschichten und sind Zeugnisse einer Epoche, in der das durch J. J. Winckelmann beschriebene Schönheitsideal der Antike auch für das eigene Leben maßgebend war – lassen Sie sich also entführen in die Zeit der großen Italienreisen des 18. und 19. Jahrhunderts und lassen Sie sich begeistern von den Fähigkeiten der Kunsthandwerker des Klassizismus und des Biedermeier.