Schönheit der Antike

Antike Lagenstein-Kamee in Gold im Archäologischen Stil, um 1880

Gemmen und Kameen in Lagenstein, also Achat zu schneiden, ist eine besondere Kunst. Im 19. Jahrhundert war diese Technik vor allem im Hunsrück zur Meisterschaft getrieben worden, in Idar Oberstein. Die Stadt Idar war schon im 15. Jahrhundert aufgrund ihrer ungewöhnlichen Achatvorkommen berühmt und schnell siedelten sich dort begabte Steinscheider an, die für die Schatzkammern Europas arbeiteten. Im 19. Jhd. erreichten Gemmen und Kameen aus der kleinen Stadt der Edelsteine dann die Goldschmiede in ganz Europa. Hier nun blickt eine junge Dame nach links. Reiche Locken umspielen ihr Haupt, ein antikes Gewand ist locker um Schultern und Brust geworfen. Ihr Kin ist markant. Ohne jedes weitere Attribut ist sie schwierig eindeutig zu identifizieren. Die Schönheit und Eleganz ihrer Darstellung lassen z.B. die Deutung zu, dass es sich um eine Göttin der Antike handeln könnte. Diese Deutung unterstützt auch die Rahmung des Kamee. Denn die aus filigranem Gold gefertigte Fassung ist in jenem Stil entworfen, der als „Archäologischer Stil“ der Kunst der Antike nacheifern sollte. Er erlaubt es auch, das Schmuckstück, das als Brosche und als Anhänger getragen werden kann, auf die Jahre um 1880 zu datieren. Die Anhängeröse ist dabei recht groß gestaltet, so dass ein Tragen an einem Textilband möglich ist - wenn das Stück als Brosche angesteckt werden soll, kann man die Öse danke ines rückseitigen Hakens einfach herausnehmen. Ein wunderbar qualitätvolles Schmuckstück des Historismus, das aus London zu uns gefunden hat.

Die technische und wissenschaftliche Entwicklung Europas hatte im 19. Jahrhundert die Geschichtswissenschaft zur Leitdisziplin werden lassen. Neue Ausgrabungen erschlossen bislang unbekannt gebliebene Epochen der europäischen Geschichte, und besonders die Frühzeit der Kulturen erlebte ein bislang unbekanntes Interesse. In Italien wurden hierbei besonders die Etrusker erforscht und das alte toskanische Volk gleichsam wiederentdeckt. Ihr bewunderungswürdiges Kunsthandwerk wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt und es begeisterten sich die Bürger beinahe aller europäischen Staaten für diese neuen Entdeckungen jenseits der Alpen und der etruskische Stil etablierte sich in diesen aufregenden, erstmalig gesehenen Formen, welche die Kunsthandwerker der 1870er Jahre begierig aufnahmen und zu Schmuckstücken fügten. In Rom wurde in diesem Zusammenhang die Firma Castellani besonders berühmt: Fortunato Pio Castellani und seine Söhne erforschten die Etrusker und boten bald erstklassigen Schmuck für die gekrönten Häupter des Kontinents an, der die Formensprache dieser frühen Bewohner der italischen Halbinsel aufnahm. Doch auch in Deutschland wurden ihre Arbeiten mit Interesse aufgenommen und mit den Formen der eigenen Geschichte verschmolzen; der etruskische Stil wurde an den Kunstgewerbeschulen in Hanau und Pforzheim gelehrt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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