Bleibende Erinnerung

Antiker Gedenkring mit Miniatur in Gold, datiert 1778

Gedenkringe waren ein typisch britischer Brauch, bezeigt seit dem 14. Jahrhundert; ihre größte Verbreitung fand die Tradition jedoch im 18. Jahrhundert. Nicht der Träger des Schmuckes gab den Auftrag zu seiner Herstellung, sondern die Familie des Verblichenen. Oft hatte dieser sogar schon selbst im Testament festgelegt, wie viele Trauerringe gefertigt werden und an welche geladenen Gäste sie verteilt werden sollten; teils wurden sie im Falle länger währender Krankheit schon zu Lebzeiten gefertigt. Je nach Rang der Geladenen und ihrer Nähe zum Verstorbenen konnten die Ringe dabei unterschiedlich prachtvoll ausgestattet sein. Der vorliegende Gedenkring gehört mit seiner Gestaltung, die an eine gleichbleibend schmale Schiene eine ovale Miniatur setzt, einem besonderen Typus des Gedenkrings an, von dem uns nur Beispiele aus den 1770er Jahren bekannt sind – auch Trauer- und Gedenkschmuck unterlag zu einem gewissen Grad der Mode. In goldenen Lettern über dem schwarzen Email erhaben lesen wir hier Namen und Sterbedaten eines Geo(rge) Furbank, der am 30. Juli 1778 im Alter von nur 37 Jahren verstarb. Der ausführende Goldschmied musste diese Ringe nach dessen Tod in kürzester Zeit fertigen bzw. personalisieren. Das schwarze Email bezeugt, dass George Furbank ein verheirateter Mann war, während die Urne ein Motiv ist, das sich in vielen Gedenkschmuckstücken der Zeit finden lässt und vermutlich bei Miniaturisten auf Vorrat bestellt und ggf. personalisiert wurde, um eine kurzfristige Fertigung zu gewährleisten. In sattem, hochkarätigem Gold leuchtet der Ring noch heute wie am ersten Tag, auch das Email hat sich sehr gut erhalten. Einzig die Miniatur ist über die Jahre verblasst und zeugt vom Lauf der Zeit, der auch den Hinterbliebenen des George Furbank so deutlich bewusst war.

Als weiterführende Literatur zum Thema der Gedenkringe empfehlen wir Linnebach, Andrea: „Remember Me“. Englische Memento-mori- und Gedenkringe als letztwillige Verfügung, in: Trauerschmuck vom Barock bis zum Art Déco, Museum für Sepulkralkultur Kassel, 1996, S. 21-27.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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