Dort wo Nixenlied erklungen

Antikes, zweireihiges Korallen-Collier aus italienischer Koralle, Italien um 1900


890,00 € *
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Antikes, zweireihiges Korallen-Collier aus italienischer Koralle, Italien um 1900
Antikes, zweireihiges Korallen-Collier aus italienischer Koralle, Italien um 1900
Beschreibung
„Sieh dies liebliche Gebilde, das ich als Geschenk dir weihe; Rot Geäst aus Meerestiefen Gab den Stoff zur Perlenreihe Den, zum Schmuck der frohen Jugend, Dort wo Nixenlied erklungen, Hat der Taucher abgerungen Mächtigem Korallenbaum!“ Korallenschmuck war über Jahrhunderte hinweg nicht nur schmückende Kostbarkeit, sondern auch mit zahlreichen Legenden verbunden. Aus den Tiefen des Mittelmeeres gefördert, trug dieses Material stets geheimnisvolle Assoziationen mit sich. So erzählte man sich vom Ursprung der Koralle, sie sei aus dem Blut der Medusa entstanden, als Perseus ihr am Meeresufer das Haupt abschlug: Ihr Blut tropfe auf Seetang und verwandelte diesen in einen roten Korallenbaum – so wie ihr Blick zuvor Menschen in Stein verwandelt hatte. Über lange Zeit den Kunstkammern der Fürsten vorbehalten, erreichte diese Gabe des Meeres mit Fortschreiten des 19. Jahrhunderts auch breite Kreise des Bürgertums. Die Koralle, an den Küsten Italiens abgebaut, galt als ausgesprochener Sommerschmuck, war zugleich exotisch und farbenfroh. Da sie nicht so festlich funkelte wie Diamanten, nicht so schwer war wie Gold, war ihr Eindruck leichter, heiterer, und sie setzte sich als Tagesschmuck durch. Bei dem vorliegenden, halsnahen Collier sehen wir besonders schöne Korallen in zwei Reihen angeordnet. Es handelt sich um Perlen aus den Jahren um 1900 mit dem charakteristischen kräftigen Lachston, der die italienische Koralle so begehrenswert macht. Die Stränge sind im Verlauf angeordnet, d.h. sie werden zur Mitte hin dicker. Der Halsschmuck, den wir haben neu aufziehen lassen, wird von einer originalen Schließe aus vergoldetem Tombak gehalten. Ein prachtvolles Schmuckstück mit ganz eigener Geschichte! Das Gedicht zitiert nach Jeanette Bramer: Begleitgedichte zu Gegenständen aus des Goldschmieds edler Werkstatt, in: Deutsche Goldschmiede-Zeitung Nr. 15, 1910, S. 136.
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Vor dem an der Südküste Siziliens liegenden Ort Sciacca brach im Juli des Jahres 1831 ein unterseeischer Vulkan aus. Fischer beobachteten die Explosionen und entdeckten zu ihrem Erstaunen, dass der Vulkan eine neue Insel gebildet hatte. Sofort als die Eruptionen endeten, entbrannte ein heftiger Streit, zu welchem Land das neue Eiland gehören sollte. Das Königreich beider Sizilien betrachtete es als natürlichen Bestandteil seines Territoriums und benannte es nach seinem König, Ferdinand II., Ferninandea. Doch auch Großbritannien beanspruchte das strategisch an wichtigen Schifffahrtsrouten gelegene Neuland für sich und nannte es Graham Island. Die französische Flotte reklamierte die von ihr Julia genannte Insel ebenfalls, und auch Spanien erhob Ansprüche. Den Streit schlichtete schließlich die Natur: Denn bereits 1832 hatten die Wellen die Insel soweit abgetragen, das sie im Meer versank und lediglich als Untiefe erhalten blieb. Doch was hat das Geschehen mit Korallen zu tun? Die wiederholten untermeerischen Vulkanausbrüche und zahlreiche Erdbeben hatten große Mengen Korallen absterben lassen, die eine der reichsten Lagerstätten des gesamten Mittelmeers bildeten. Diese subfossilen Korallen hatten durch die Lagerung im Wasser einen lachsfarbenen Farbton angenommen, der sie unverwechselbar machte. Entdeckt wurde dieser Schatz des Meeres im Jahr 1875. Bettu Ammareddu, Kapitän eines Trawlers, fischte an der Untiefe, die einstmals die Insel war. Dabei fiel ihm seine Halskette, die er als Geschenk seiner Liebsten erhalten hatte, ins Wasser. Als er nach der Kette tauchte stellte er fest, dass der Meeresboden über und über mit Korallen bedeckt war. Schon bald begann der Abbau der Korallen, doch 1915 waren die Vorkommen restlos erschöpft.
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Unser Versprechen
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