Liebe Schlange

Biedermeierliches Collier mit Türkisen & Diamanten, um 1855

Schon in der Antike hat die Schlange die Menschen fasziniert. Einerseits wurde sie gefürchtet, wegen ihres gefährlichen Giftes und ihrer List, und gemieden als Verführerin von Adam und Eva. Andererseits aber auch bewundert für zahlreiche ihr zugeschriebene Fähigkeiten. Sie galt als Symbol des ewigen Lebens, als klügstes Tier und Symboltier des Gottes der Medizin, Asklepios. Schmuck mit Schlangenmotiven gewann im 19. Jahrhundert große Popularität. Zahlreiche aus dem Biedermeier überlieferte Schlangenringe, Schlangencolliers und Ohrringe in Schlangenmotivik finden Sie in unserem Angebot, doch ebenso wunderbare Entwürfe des Jugendstil, der das symbolträchtige Tier ebenso liebte. Ein Exemplar aus den 1850er Jahren sehen wir hier vor uns: Das raffiniert gearbeitete Collier ist in Schlangenform entworfen. Um sich selbst gewunden, bewacht das Tier argwöhnisch einen leuchtenden Schatz aus vier Türkisen. Diamanten bilden seinen Körper. Zwei Granate sind als Augen des Reptils eingesetzt. Türkise galten im 19. Jahrhundert als Edelsteine der Zuneigung, ihre Farbe erinnerte an das Vergissmeinnicht und so wurden sie gern als Liebesgeschenke verschenkt. In Kombination mit der Schlange ergibt sich so eine romantische Bedeutung: Denn gut bewacht und beschützt und ewig lebend sollte die Liebe des Schenkenden sein. Zum Motiv der Schlange in der Schmuckgeschichte vgl. ausführlich den Ausstellungskatalog Fritz Falk (Hg): Serpentina. Die Schlange im Schmuck der Welt, Schmuckmuseum Pforzheim, 26.11.2011–26.2.2012, Stuttgart 2011.

Die Verwendung der Türkise in diesem Armband hat noch einen tieferen Inhalt - wurden diese Steine doch besonders gern verwandt, weil sie an die Blüten des Vergissmeinnnicht erinnerten: Der zweite Band der 1834 in Augsburg erschienenen Bildungsbibliothek für Teutschlands Töchter enthält ein Kapitel zur sogenannten „Blumensprache“. Diese Blumensprache gehörte in der Zeit des Biedermeier europaweit zu den gängigen Mitteln der nonverbalen Kommunikation und viel davon hat sich heute noch in Sprichwörtern und Redeweisen erhalten. Zur damaligen Zeit konnten insbesondere junge Liebende nicht klar aussprechen, was sie dachten, und ihrer Zuneigung und Abneigung verbal nicht klar Ausdruck verleihen. Die Blumensprache wurde daher zum wichtigen Mittel der Kommunikation ohne Worte. Unter dem Stichwort „Vergissmeinnnicht“ lässt sich in dem Band nun auch die Bedeutung dieser Blume nachlesen, auch wenn das eigentlich schon auf der Hand liegt, denn was das Vergißmeinnicht in der Blumensprache ausdrücken will, ist ja schon aus seinem Namen ersichtlich! Es soll die einzige Pflanze sein, deren Namen in allen Sprachen die gleiche Bedeutung hat - z. B. im Englischen „forget-me-not“, auf Französisch „ne m’oubliez pas“ oder „wu wang cao“ auf Chinesisch, was soviel wie „Nicht-Vergessen-Kraut“ heißt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen