Mehr ist mehr!

Art Déco Modeschmuck Collier, wohl Jakob Bengel, um 1930

Nichts wandelt sich so schnell wie die Mode. Was in der einen Saison das „must have“ ist, ist im nächsten Jahr schon kaum noch zu tragen. In den hitzigen Jahren nach dem ersten Weltkrieg war das nicht anders als heute. In den 1920er und 30er Jahren wandelten sich Kleider, Mänten, Hüte und Frisuren in einer Geschwindigkeit, die uns heute noch erstaunt, wenn wir die zeitgenössischen Kataloge und Illustrierten durchblättern. Im Bereich des Schmucks schlug sich dieser Wandel natürlich ebenso nieder. Doch nachvollziehbar ist, dass Schmuck aus kostbaren Materialien nicht jede dieser Moden mitmachen konnte. Zu groß waren und sind die Investitionen, als dass jedes Jahr neue Sets aus Ringen, Broschen, Ohrringen möglich gewesen wären. Diese Aufgabe übernahm in dieser Zeit erstmals der Modeschmuck. In Frankreich zuerst, dann auch in Deutschland, England und den USA wurde Modeschmuck zum Ende der 1920er Jahre zu einem wesentlichen Bestandteil der Garderobe der modebewussten Frau. Auch jener, die sich echte Diamanten leisten konnten. Firmen wie Jakob Bengel und Theodor Fahrner in Deutschland oder die Entwürfe von Coco Chanel in Paris trieben diese immer wildere Jagd nach dem Schönen voran. Das hier vorliegende, übergroße Collier aus Messing und Galalith ist ein Stück dieser Zeit. Das mächtige Collier stammt aller Wahrscheinlichkeit nach aus der berühmten Manufaktur von Jakob Bengel aus Idar-Oberstein. Ein Mauerwerksmuster bildet einen spektakulären, pfeilförmigen Aufbau am Hals. Es ist aus Galalith geschnitten und mit Messing belegt, so dass die Fronten festlich glänzen. Das erstklassig erhaltene Stück ist in den Jahren um 1930 entstanden. Vgl. Sie mit ähnlichen Entwürfen und zur Geschichte des Modeschmucks u.a. Christianne Weber/Renate Möller: Mode und Modeschmuck 1920-1970 in Deutschland, Stuttgart 1999, bes. S. 60-99, sowie Wilhelm Lindemann (Hg.): Bengel Art Déco Schmuck. Schmuck und Industrie-Denkmal, Idar-Oberstein, Stuttgart 2007.

Die 1920er Jahre haben mit dem Art Déco einen neuen Stil in die Welt des Schmucks gebracht: Geometrische Abstraktionen, edle Materialien und luxuriöse Ausstattung wurden gesucht und von den Goldschmieden in Paris, London und Wien ebenso geliefert wie von ihren Kollegen in Berlin und Übersee. Je länger und weiter der Stil sich dabei verbreitete, desto weiter entwickelten sich auch die Formen. In Paris und den USA entstand so in den Jahren nach 1930 eine besondere Spielart des späten Art Déco, der in den USA „Retro“-Jewellery genannt wird: Die Formen wurden kräftiger, körperhafter, und der Schmuck noch einmal prächtiger. Die Mode zog nun Schmuckstücke aus Gelb- oder Rotgold jenen aus Platin oder Weißgold vor und Farbsteine lösten Diamanten in ihrer Beliebtheit ab. Die Flächen des Goldes wurden geometrisch aufgefächert und die Juwelen beinahe wie kubistische Architekturen aufgefasst.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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