Perlenspiel

Geknüpfte vintage Korallenkette mit Weißgoldschließe, um 1960

Das hier vorliegende Collier entführt uns in einen Sommer vor knapp 60 Jahren. Über der Bucht von Neapel steht die Sonne bereits tief am Horizont. Eine leichte Brise weht vom Meer, die Zitronen blühen und im Schatten der aufgespannten Segeltücher blicken die müden Reisenden aus dem Norden, weit über das glatte Wasser hinaus. Wie fern ist doch die regennasse Heimat mit ihren Verpflichtungen, der Arbeit und den Mühen. Wie schön und sorgenfrei das Leben hier! Die große Reise in den Süden, nach Italien mit seinen Kunstschätzen von Antike bis zur Neuzeit war im 18. und 19. Jahrhundert die Quintessenz bürgerlicher und adliger Bildung. Die Grand Tour führte den jungen Kavalier bis nach Neapel, nach Station in Venedig und Rom, vielleicht auch in Florenz. Und natürlich mussten auch Souvenirs von diesem Aufenthalt mit nach Hause gebracht werden. Aus Neapel waren dies vor allem Korallen und in Muschel oder Lagenstein geschnitzte Gemmen, für deren Herstellung in dieser Region seit jeher berühmt war. Und dieser Gedanke setzt sich in den Souvenirs der Nachkriegszeit fort. Das hier vorliegende Collier wurde wohl ursprünglich auf einer solchen Reise in den Süden erworben. Es besteht aus unzähligen kleinen, von Hand geschnittenen Perlen aus Koralle, die zwei aufwändig fließende Kettenstränge formen, die von zeri großen Korallenperlen zusammengefasst werden. Die kleinen Korallen sind miteinander verwoben aufgezogen. Das Collier wird geschlossen durch eine Schließe aus Weißgold. Es handelt sich um echte Mittelmeerkoralle mit nur wenigen natürlichen Wachstumsmerkmalen, ungefärbt und wie die Natur sie schuf. Ein wunderbarer Blickfang in sommerlichem Farbton.

Die Koralle wird bereits seit dem Altertum als Glücksbringer angesehen. Aus dem 17. Jahrhundert etwa ist aus Venedig überliefert, die Koralle „Portati dovunque l’huomo sia, ò in casa, ò in nave, scaccia le cattive ombre de gli spiriti, sogni, fulmini, venti, e tempeste e gli diffende da ogni assalto di fiere.“ - „Wo auch immer der Mensch hingehe, ob er zu Hause sei, oder mit dem Schiff reise - die Koralle vertreibt die bösen Schatten der Geister, schlechte Träume, Blitze, Winde und Gewitter und schützt vor jedem Unbill.“ (Isabella Palumbo Fossati Casa: Intérieurs vénitiens à la Renaissance. Maisons, société et culture, Paris 2012, S. 276). In Neapel nutzt man noch heute Amulette aus Koralle, um sich gegen Unheil zu schützen.

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