Edelstein aus Menschenhand

Antike Brosche mit Spinell & Diamanten, Prag um 1905 und um 1925

„Glanzleistungen der Technik sind die heutigen synthetischen Steine, die oft selbst vom Fachmann erst nach umständlicher Prüfung von echten Steinen zu unterscheiden sind. Besonders beliebt unter diesen kunstvollen Schöpfungen sind die Spinelle in der Farbe des Aquamarins mit einer bezaubernden Klarheit und Durchsichtigkeit. In echtem Silber gefasst, die Reife der Ringe aus echtem Gold, lösen sie ungeteilte Bewunderung aus!“ (Aus einem Schmuck-Katalog von 1939) Spinelle in der Farbe von Aquamarinen waren in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts der letzte Schrei, denn man konnte sie im Labor herstellen. So konnten sich auch Damen mit schmalerem Geldbeutel plötzlich schöne Edelsteine leisten, die fast genauso aussahen wie die so kostbaren Aquamarine aus dem fernen Brasilien oder Madagaskar. August Verneuil hatte 1902 diese zuvor undenkbare Technik zur Züchtung von Edelsteinen durch Menschenhand entwickelt , die die Schmuckwelt des beginnenden Jahrhunderts revolutionierte. Die in eigens dafür entworfenen Apparaturen entstandenen Spinelle waren in der Struktur und Farbe kaum noch von natürlichen Saphiren und Rubinen zu unterscheiden – und wurden ab etwa 1920 zum „dernier cri“, zum „must have“ der Modewelt. Auch die vorliegende Brosche präsentiert einen solchen aquamarinfarbigen Spinell. Er ist gefasst in in eine ovale Brosche aus Silber und Gold und wird begleitet von kleinen Diamantrosen. Vermutlich entstand diese Rahmung bereits in den Jahren um 1910. In den 1920er Jahren wurde sie dann im Zeitgeschmack des Art Déco noch einmal überarbeitet. Dabei wurde der Spinell mit seiner Fassung neu in das Schmuckstück gesetzt und die ganze Brosche rhodiniert, um ihr die einheitlich weiße Farbe zu verleihen, welche in den 1920er Jahren so geschätzt wurde. Da die Brosche bei dieser Gelegenheit auch neu punziert wurde, verrät die Arbeit sogar, wo sie entstand: In Prag, der Goldenen Stadt an der Moldau.

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