Keine Lorbeeren zum Ausruhen

Antike Lavakamee der Daphne als Anhänger in Gold, Italien um 1870 & später


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Beschreibung
Jeder Reisende der Grand Tour erreichte auf seiner Reise durch Italien früher oder später auch Neapel. Das Traumziel der meist jungen Männer in den Jahren um 1800 überwältigte mit seiner Lage am Gold, dem spektakulären Blick auf den Vesuv, dem sanften Klima, seiner rauen und doch bezaubernden Stadtkulisse und – nicht zuletzt – seinen reichen, unsterblichen Kunstschätzen der Antike. Aus den beim Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. untergegangenen Städten Pompeji und Herkulaneum waren bereits im 18. Jarhundert derart viele spektakuläre Kunstschätze nach Neapel gebracht worden, dass die Museen hier Weltruhm genossen. Ihr Besuch war eine Pflichtetappe in der Stadt. Und auch den Besuch von Pompeji selbst mit seinem makabren Reiz ließ natürlich niemand aus. Kein Wunder also, dass auch Souvenirs dieser Reise nicht fehlen durften: Eine lokale Kunstindustrie entstand, die besonders Gemmen bester Qualität herstelle aus Korallen, Muscheln und farbigen lokalen Steinvarietäten, welche als „Lava“ des Vulkans verkauft wurden. Objekte aus diesem Material wurden von den Reisenden besonders geschätzt. Wir können uns leicht ihre Faszination neu vorstellen: Hier ein Stück des Berges in Händen zu halten, der dem Leben der Antiken Welt ein solch grausiges Ende bereitete – und damit aber auch ihren Erhalt für die späteren Generationen erst ermöglicht hatte! Welch besseres Souvenir ist denkbar? Hier nun ist die Bergnymphe Daphne abgebildet, die in der klassischen Mythologie ein tragisches Schicksal ereilte: Der Gott Apoll hatte einst den Eros verspottet, ein schlechter Schütze zu sein. Daraufhin schoss Eros, um sich zu rächen, einen Liebespfeil auf Apoll ab, aber einen bleiernen auf Daphne. Der Gott entbrannte also in leidenschaftlicher Liebe, die Nymphe jedoch zeigte sich ihm gegenüber ablehnend. Als sie seinen Avancen versuchte zu entfliehen, sah sie nur einen Ausweg: Sie bat ihren Vater, einen Flussgott, er möge ihr helfen. Hierauf verwandelte er die Tochter in einen Lorbeerbaum. Seither, so heißt es in der Mythologie, war der Lorbeer dem Apoll heilig und er trug einen Kranz aus dessen Blättern auf seinem lockigen Haupt. Die Gemme zeigt Daphne im Profil. Über ihr verweisen Lorbeerblätter auf ihr Geschick. Die Gemme aus den Jahren um 1870 wurde wohl in Italien als ein Reiseandenken erworben, um diesen Verweis auf die klassische Bildung und die Welt des Südens den Lieben in der kühlen Heimat zeigen zu können. Die Fassung aus 14-karätigem Gold wurde hingegen erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA gefertigt.
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Unser Versprechen

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Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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