Der König von Sparta

Antike Muschel-Gemme des Menelaos nach griechischem Vorbild in Goldfassung, um 1845

Nach einem berühmten Vorbild ist die vorliegende Gemme geschaffen worden: Sie orientiert sich an der Büste des Menelaos, einer Skulptur, die wir heute in den Vatikanischen Museen finden (siehe letztes Foto). Es handelt sich dabei um eine römische Kopie aus den Jahren um 230–240 v. Chr. nach der heute nur als Torso erhaltenen Pasquino-Gruppe. Menelaos’ Geschichte kennen wir aus Homers Ilias. Der Erzählung nach war er der König von Sparta, der die schöne Helena ehelichte. Nach ihrer Entführung durch Paris sammelte er ein großes Heer und führte dieses nach Troja, um seine Frau zurückzufordern, was ihm zuletzt auch gelang. Die Pasquino-Gruppe nun stellt eine Szene aus dem trojanischen Krieg dar. Sie verbildlicht den Moment, als Menelaos auf dem Schlachtfeld vor Troja den Leichnam des Patroklos, des Waffengefährten des Achilleus, bewachte. So ist auch hier der Kopf des Menelaos stolz in die Höhe gereckt. Wohl ist es seine Tapferkeit als Krieger während des trojanischen Krieges, die auch seine phrygische Mütze würdigt: Denn diese ist mit einer analog zu verstehenden Szene aus dem Leben des Helden Herakles geschmückt, der mit dem Zentauren Nessos kämpft. Dieser hatte kurz zuvor Herakles' Frau Deïaneira entführt. Der wohl italienische Gemmenschneider nutzte gekonnt die verschiedenen Schichten der Muschel, um Menelaos’ Haar und Bart in farbiger Tönung darzustellen. Die Gesichtszüge heben sich in feiner plastischer Ausarbeitung weiß vor dem von creme zu roséfarben verlaufenden Hintergrund ab. Gerahmt wird diese schöne Arbeit durch eine edle Fassung aus Goldvoluten, die stilistisch in die Zeit um 1845 zu datieren ist. Foto: Büste des Menelaos, Vatikanische Museen. Giacomo Brogi, vor 1881.

Italien war seit Jahrhunderten das Sehnsuchtsziel aller Bewohner des kalten Nordens. Seine mediterrane Landschaft und die vielfältigen Kunstschätze machten das Land zudem zum Höhepunkt jeder Grand Tour. Auf dieser sogenannten Kavalierstour bereisten junge Adelige und später auch wohlhabende Bürger verschiedene Länder, um ihrer Bildung zu vervollkommnen, die unverzichtbare Eintrittskarte in höchste gesellschaftliche Schichten war. Seit dem 18. Jahrhundert waren es vor allem Engländer, durch ihr ausgedehntes Kolonialreich zu großem Wohlstand gekommen, die sich auf die noch immer beschwerliche Reise in den Süden machten. Fester Pogrammpunkt war die Region um den Golf von Neapel. Vor allem die antiken Ruinenstädte von Pompeji und Herculaneum begeisterten mit ihrem unmittelbaren Einblick in den antiken römischen Alltag die Reisenden und prägten nachhaltig den Geschmack.Als Souvenir eines solchen Aufenthaltes am Fuße des Vesuvs waren vor allem Gemmen mit mythologischen Motiven beliebt, war doch die Region von Neapel führendes Zentrum des Gemmenschnitts. In Stein, Muschelschale oder Koralle geschnitten wurden die Gemmen von den Reisenden erworben und häufig erst in ihrer Heimat gefasst.

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