A Very Victorian Journey

Antikes Armband mit römischen Mikromosaiken in Gold, um 1860


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Antikes Armband mit römischen Mikromosaiken in Gold, um 1860
Antikes Armband mit römischen Mikromosaiken in Gold, um 1860
Beschreibung
Sic transit gloria mundi! – So vergeht der Ruhm der Welt! Was könnte uns mehr an die Größe, den Ruhm und den Fall der großen Mächte und Ideen erinnern als ein Besuch in Rom? An diesem Armband, das wir in England entdecken konnten, lässt sich die viktorianische Begeisterung für das Reisen studieren, insbesondere für die klassischen Altertümer Italiens. Keine andere Nation begab sich so oft und gern auf die Grand Tour wie die wohlhabenden Engländer, und in der gehobenen viktorianischen Gesellschaft gehörte eine große Italienreise zum guten Ton und zur Vervollkommnung der eigenen Bildung. Souvenirs in Schmuckform, insbesondere aus Mikromosaiken, war dabei ganz üblich. So nimmt uns das Armband mit auf eine Reise zur Dämmerstunde, zu sechs bedeutenden Stätten der ewigen Stadt. Von links nach rechts sehen wir, vom Verschluss aus betrachtet: 1. Das Pantheon. Noch heute beeindruckt der unter Kaiser Trajan um 114 n. Chr. begonnene und unter Kaiser Hadrian um 118 n. Chr. fertiggestellte Bau mit seiner weit gespannten Kuppel. Im Jahr 609 wurde das Pantheon, ursprünglich ein Tempel für alle Götter Roms, zur christlichen Kirche umgeweiht und der Gottesmutter Maria gewidmet. 2. Ein Detail des Forum Romanum. Es sind die Reste des Tempels des Vespasian und des Titus – drei rund 15 Meter hohe Säulen unter einem Stück Gebälk, die seit beinahe 2000 Jahren unbeeindruckt dem Verfall und den Unbilden der Zeiten zu trotzen scheinen. Zu scheinen, wohlgemerkt! Denn tatsächlich können wir die Säulen, wie sie auch einer der hier vorliegenden feinen Mikromosaik-Ohrringe zeigt, erst seit 1811 bewundern. Zuvor waren sie beinahe vollständig von Erde und Trümmern verschüttet. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden sie freigelegt, restauriert und somit wieder sichtbar. 3. Aus feinen Glastesserae gesetzt, sehen wir hier den 120 vor Chr. errichteten Rundtempel auf dem Forum Boarium, dem alten Rindermarkt Roms an den Ufern des Tiber. Der wohlerhaltenen Tempel war in der Antike ein Heiligtum des Herkules Viktor, des siegreichen Herkules. Rechts neben ihm sehen wir zudem den Tempel der Fortuna Virilis. 4. Der Konstantinsbogen. Dieser dreitorige römische Triumphbogen in unmittelbarer Nähe des Kolosseums wurde vermutlich im Jahr 312 errichtet, um an den Sieg Kaiser Konstantins über seinen Widersacher Maxentius zu erinnern. 5. Das Kolosseum: die Ansicht von der Südwestseite zeigt den teilweise ruinösen Zustand der monumentalen Arena, die vielleicht gerade deshalb so ungemein beeindruckt. Sehr schön ist es dem ausführenden Künstler gelungen, die Atmosphäre und Lichtverhältnisse in winzigen Glastesserae einzufangen. Mit staunenswerter Raffinesse und Detailkenntnis führt die Brosche so das Gebäude vor Augen, das Inbegriff römischer Macht und Größe geworden ist, aber auch die unausweichliche Vergänglichkeit aller irdischen Pracht anmahnt. 6. Von einem leicht erhöhtem Standpunkt aus blicken wir auf den Petersdom mit seinem davor liegenden Platz. Im Hintergrund sehen wir den Papstpalast und mittig, einen großen Schatten werfend, den antiken Obelisken. In dessen Spitze wird der Sage nach die Asche Caesars aufbewahrt. Zudem gewährt der Besuch des Obelisken Indulgenza plenaria, also ewigen Ablass, wenn man ihn berührt. Das Mosaik zeigt den Petersplatz noch ohne die 1854 installierte Gasbeleuchtung; vermutlich entstand das Mikromosaik bereits zuvor, oder dem Mosaizisten lag noch keine erneuerte Vorlage vor. Gefasst sind die kunstvoll gesetzten Mikromosaike in schlichte Goldfassungen, die den handwerklich anspruchsvollen Arbeiten visuell den Vortritt lassen. Möchten Sie gedanklich auf eine Reise gehen – so wie schon die erste Besitzerin des Armbandes vor über anderthalb Jahrhunderten?
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Aus winzigen Glassteinchen gelegt, farblich fein abgestuft und ausgesprochen detailreich, begeistert die Darstellung bis heute uneingeschränkt - Mikromosaike wie dieses waren immer begehrte Kunstkammerstücke und Sammelobjekte, die nicht nur handwerklich begeistern sondern zudem immer auch Ausweis einer gewissen Kennerschaft waren. In einer Zeit ausgeführt, in der eine Italienreise ein kleines Vermögen kostete und die Ansichtskarte für die lieben Daheimgebliebenen noch nicht erfunden war, waren Souvenirs wie dieses genau das, was wohlhabende Reisende in Rom erwarben. Neben Stichen Piranesis und originalen römischen Antiken bzw. deren Gipsabgüssen, entwickelte sich das Mikromosaik zum must-have des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, der Epoche der großen Bildungsreisen.
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Unser Versprechen
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Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von einem Monat jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.

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