Das Gold der Ostsee

Antikes Collier aus „Butterscotch“- Bernstein in Olivenform, um 1930


1.190,00 € *
Inhalt 1 Stück
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Antikes Collier aus „Butterscotch“- Bernstein in Olivenform, um 1930
Antikes Collier aus „Butterscotch“- Bernstein in Olivenform, um 1930
Beschreibung
Seit Jahrhunderten ist die Küste des Samlands für ihren Bernstein berühmt. Doch nicht nur am Strand kann dort Bernstein gesammelt werden: In weitaus größeren Mengen lagert Bernstein dort auch unter der Erde. Vor allem bei Palmnicken, dem heutigen Jantarny, wurde der Baltische Bernstein seit dem 19. Jahrhundert industriell aus der sogenannten Blauen Erde gewonnen. Die reichen Vorkommen machten Ostpreußen zum Zentrum der europäischen Bernsteinverarbeitung und lieferten das Material für Schmuck und Kunstgegenstände, die weit über die Region hinaus gehandelt wurden. Eine besondere Stellung nahm die Staatliche Bernstein-Manufaktur Königsberg ein. Sie wurde 1926 gegründet und vereinte mehrere bedeutende Betriebe der Bernsteinverarbeitung aus Königsberg, Danzig und Berlin. Mit zeitweise bis zu 1.500 Beschäftigten war sie weltweit die größte Bernsteinmanufaktur ihrer Zeit. In ihren Werkstätten entstanden neben Schmuck auch Dosen, Gebrauchsgegenstände, Ehrenpreise und plastische Arbeiten. Dabei beschränkte sich die Produktion keineswegs auf traditionelle Formen. Künstler wie der Bildhauer Hermann Brachert, der ab 1930 als künstlerischer Berater für die Manufaktur arbeitete, gaben der Königsberger Bernsteinverarbeitung neue gestalterische Impulse. Das vorliegende Collier aus den Jahren um 1930 zeigt eine ganz typische Seite dieser Produktion. Die einzelnen Bernsteine sind zu ovalen Oliven geschliffen und ihrer Größe nach sorgfältig abgestuft. Von den großen Steinen in der Mitte werden sie zu den Enden hin gleichmäßig kleiner, sodass sich das Collier weich um den Hals legt. Auf zusätzliche Ornamente wurde vollständig verzichtet, die Wirkung entsteht allein aus dem Wechsel von Form, Größe und Farbe der Bernsteine. Besonders schön ist ihr warmer, opaker Farbton, der zwischen hellem Honig, Creme und tiefem Karamell changiert. Solcher Bernstein wird heute im Handel häufig als „Butterscotch“ bezeichnet. Die Bezeichnung ist modern, beschreibt aber treffend jene milchig-opaken, gelblichen bis karamellfarbenen Farbe, die der Stein erst mit dem Alter erhält und ihn besonders schön macht. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam auch die Königsberger Produktion der Staatlichen Bernstein-Manufaktur zum Erliegen. Ihre erhaltenen Arbeiten erinnern heute an eine Industrie, die Rohstoffgewinnung, handwerkliche Verarbeitung und künstlerischen Anspruch in ungewöhnlicher Weise miteinander verband. Ein bedeutender Bestand wird heute im Deutschen Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten bewahrt.
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Unser Versprechen
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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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