Roma quanta fuit, ipsa ruina docet

Antikes Mikromosaik des Kolosseum in Gold als Ring, Rom um 1870 und später

Roma quanta fuit, ipsa ruina docet - „Wie groß Rom war, davon zeugen selbst seine Ruinen.“ Dieses zu einem Sprichwort geronnene Zitat Francesco Albertinis (1469 - nach 1510) beklagt den Untergang der Antike. Aus der Sicht des italienischen Gelehrten und Humanisten der Renaissance hatte die Zeit seit dem Niedergang des Imperiums nur Verfall und Niedergang gebracht - und sehnsüchtig und ein wenig traurig ahnten Künstler, Architeken und Schriftsteller des frühen 16. Jahrhunderts, welchen Schatz an Kultur, Technik und Wissen sie erst wieder mühsam neu erlangen mussten. Doch „Wie groß Rom war, davon zeugen selbst seine Ruinen“ - dieser Satz Albertinis wurde bald auch ins Ironische gewendet. Denn mit jedem Schritt weiter hin zur Erforschung der Antike wurde man auch der Risse, der Spannungen und der Untiefen dieser Epoche gewahr. Zwar künden noch immer die Ruinen groß und ehern von dem Reich der Römer - doch war vielleicht doch nicht alles so nachahmenswert und vorbildhaft, wie zwischenzeitlich angenommen? Der hier vorliegende Ring aus Gold präsentiert uns ein fabelhaftes, detailreiches Mosaik mit einer Darstellung der Ruine des Kolosseums. Unter dem herrlichen römischen Himmel, zwischen Lichtblau und einem leichten Rosé, starren die Mauern des Amphitheaters in die Höhe. Selbst die zarte Vegetation, welche sich der Ruine in den hunderten von Jahren seit ihrer Errichtung bemächtigt hat, ist durch den ausführenden Künstler dargestellt worden. Ein Rahmen aus Aventuringlas, auch Goldfluss genannt, ist schimmern um das feine Mosaik gelegt. Doch was lehrt uns der Blick auf die Ruine? Sicher eine Lektion über die Vergänglichkeit, über den Untergang des Imperiums und seiner Kultur, und Ehrfurcht vor dem Lauf der Welt. Doch birgt der Blick auch Hoffnung: Denn der Ort, an dem tausende Sklaven, Gefangene, Christen und Tiere zum Vergnügen der Stadtbevölkerung ihr Leben lassen mussten, ist nun, als Ruine, ein friedvoller Ort geworden: Von der Größe Roms, die auch eine schreckliche, brutale Größe war, kündet diese Ruine. Und zeigt zugleich, dass es auch Besserung geben kann in der Welt und vielleicht sogar Fortschritt. Die moderne Ringschienemit kunstvoller Unterkaderung aus Gold hält das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene Mosaik mit seiner originalen Fassung sicher am Finger. Vermutlich handelte es sich bei dem gefassten Mosaik um ein Glied eines Armbands oder um eine kleine Brosche. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde es umgestaltet zum Ring. So ist das Wahrzeichen Roms nun am Finger tragbar. Der Ring kam aus Hamburg zu uns.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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