Den Blick voran

Außergewöhnliches Karneol-Intaglio in einem modernen Rotgold-Ring, Antike oder 18. Jh.

In römischer Zeit entstanden Intaglien in Halbedelstein zu den verschiedensten Anlässen. Man ließ Bildnisse von sich in Stein schneiden um sie an Freunde und Verwandte zu schenken. Szenen aus der Mythologie und Darstellungen der Götter dienten als schutzbringende Amulette. Doch Intaglien entstanden auch als kostbare Geschenke der Kaiser, um Soldaten, Staatsdiener oder verdiente Bürger für treue Dienste auszuzeichnen. Die hier vorliegende Gemme in Karneol könnte ein solches Geschenk gewesen sein. Wir sehen ein junges Gesicht, konzentriert geht der Blick nach rechts. Das Profil scheint minimal aus der Ebene des Steins zu uns gedreht, wodurch die Darstellung eine besondere Plastizität erreicht. Schön und detailreich ist das Haar wiedergegeben. Das Intaglio stammt aus einer Sammlung antiker Gemmen, welche in gleiche Fassungen des Klassizismus um 1800 gesetzt waren. Dieser Umstand und der Detailreichtum spricht für eine Entstehung in der römischen Kaiserzeit. Gemmen in Karneol entstanden zu dieser Zeit vor allem in Aquileia in besonders großer Zahl. vgl. hierzu Erika Zwierlein-Diehl: Antike Gemmen und ihr Nachleben, Berlin/New York 2007, u.a. S. 136, S. 143, S. 144 u. a. Zugleich ist die Art der Darstellung, leicht aus dem Profil gedreht und eindrücklich monumental für den kleinen Raum des Steines, für eine antike Gemme ungewöhnlich; möglicherweise ist der Stein daher auch erst im 18. Jahrhundert geschnitten worden. Die Entstehungszeit solch kleiner Intaglien ist mitunter auch für den Fachmann nicht eindeutig zu bestimmen; oftmals muss das konkrete Datum vage bleiben. Um 1800 immerhin war dies auch schon nicht mehr eindeutig klar und der Stein wurde in die erwähnte Sammlung aufgenommen. Doch so oder so: Die Darstellung besitzt eine ganz eigene Kraft, welche unmittelbar berührt. Der Karneol kam mit seiner Fassung zu uns, welche eine Fehlstelle am unteren Rand kaschiert. Die schlichte Ringschiene aus hochkarätigem Gold mit den beiden dekorativen Bögen rechts und links der Steinfassung ist in unserer Werkstatt nach Vorbildern des Klassizismus entstanden. So kann die Gemme nun wieder sicher und mit Freude getragen werden.

Eines der schönsten und spannendsten Felder im Bereich des Schmucks ist das Sammeln antiker Intaglien und Kameen. Diese in harten Stein geschnittenen, vertieften bzw. erhabenen Bildnisse bieten eine so große Fülle von Motiven, dass sich für jedes Interesse sich eine ganze Welt der Gegenstände offenbart. Es gibt Gemmen mit Portraits berühmter Personen und Heroen, Darstellungen von Gottheiten und mythischen Ereignissen, Erinnerungen an persönliche Erlebnisse und erzählende Szenen aus dem Alltagsleben. Da Gemmen als Schmuck in der Antike weit verbreitet waren und wohl jeder Bürger entsprechende Steine trug (und gerne auch verschenkte), haben sich auch außerhalb der Museen relativ zahlreich originale Stücke erhalten. Solche Gemmen anbieten zu können freut uns stets besonders.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen