Regina Florum

Florales Diadem & Collier mit 9,14 ct Diamanten, Jul. Hügler, Wien um 1880 und später


28.890,00 € *
Inhalt 1 Stück
inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Florales Diadem & Collier mit 9,14 ct Diamanten, Jul. Hügler, Wien um 1880 und später
Florales Diadem & Collier mit 9,14 ct Diamanten, Jul. Hügler, Wien um 1880 und später
Beschreibung
Regina florum, die Königin der Blumen – als diese gilt die Rose aufgrund ihres Duftes, ihrer Schönheit und reichen Symbolik. Passend erscheint es also, diese Blume zum Mittelpunkt eines diamantenen Diadems zu erküren und damit zugleich ihre Trägerin auszuzeichnen. Die Rose in diesem Diadem ist keine der heute so verbreiteten Teehybriden, wie wir sie erst seit dem 19. Jahrhundert kennen. Auch ist es keine vielblättrige Zentifolie, die erst im 16. Jahrhundert in Holland gezüchtet wurde, oder duftige Damaszener-Rose, die im 13. Jahrhundert durch die Kreuzritter aus dem Orient zu uns kam. Die Rose, die hier im Zentrum steht und deren große, offene Blätter, Stempel und Staubblätter naturgetreu von Diamanten nachgebildet werden, ist eine Wildrose, seit vielen Jahrhunderten in Europa heimisch und damit zu den sog. alten Rosen zählend. Schon aus den Illuminationen mittelalterlicher Manuskripte kennen wir diese Wildrosen, darunter insbesondere die Hundsrose (Rosa canina), die durch ihren Duft und ihre Schönheit, aber auch durch ihre Dornen über Jahrhunderte für die Freuden und Schmerzen der Liebe stand. Ein großer Altschliff-Diamant von etwa 2,00 ct steht im Zentrum der Rose, deren Blütenblätter mit weiteren etwa 5,79 ct Diamanten im historischen Kissenschliff (Old Mine Cut) ausgefasst sind. 1,35 ct weitere Diamanten fassen die geschwungenen, dreidimensional gestalteten Bänder aus, die sich über der Basis des Diadems bis hin zur Rose schwingen. Insgesamt sehen wir also etwa 9,14 ct Diamanten verarbeitet. Dabei ist die Rose abnehmbar und durch einen Steck-Mechanismus in einen Anhänger einhängbar, sodass sie auch um den Hals zu tragen ist. Der Original-Schraubenschlüssel zum einfachen Umbau ist dazu erhalten. Die Rose selbst entstand ausweislich ihrer Fertigung und der Diamantschliffe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nachdem die Entdeckung südafrikanischer Diamantminen die Fertigung prachtvollen Diamantschmucks vorantrieb. Auch die Diamantbänder stammen noch aus dieser Zeit. Der Reif selbst und die Rahmung der Diamantbänder machten diese antiken Fragmente jedoch erst später zum Diadem. Die Rose war wohl zuvor Teil eines größeren Diadems oder eines prachtvollen Korsagenornaments, das vermutlich als Erbstück aufgeteilt wurde. Die Fertigung des Diadems unter Verwendung der antiken Blüte und der Diamantbänder geschah laut Signatur durch den einstigen k.u.k. Wiener Hofgoldschmied Julius Hügler, wohl in den Jahren um 1950. Im Hause Hügler wurde zeitgleich auch die Rose zum konvertierbaren Anhänger und es wurden einige Diamanten der Bänder nachgesetzt, wie ihre modernen Schliffe beweisen. Hügler belieferte auch Mitte des 20. Jahrhunderts noch illustre Kunden, darunter Sorayah und den Shah von Persien. Auch Richard Burton ließ dort eine Brosche entwerfen, welche ein Liebesgeschenk an Liz Taylor wurde. Aus der Familie Hügler konnten wir das Diadem mit passendem Etui erwerben. Für eine ähnlich gearbeitete Blume der Jahre um 1880, siehe David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 173, Abb. 204.
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Reich mit qualitätvollen Diamanten ausgefasste Schmuckstücke gehören zu den Kennzeichen des Schmucks aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts – doch diese Entwicklung ist nicht aus rein stilistischen Gründen erfolgt. Auch spielte hierein die Entdeckung großer Diamantvorkommen in Südafrika, durch welche der begehrte Edelstein erst in größerem Maße verfügbar wurde. Nachdem 1866 ein Bauernjunge am Ufer des Oranje-Flusses den großen Eureka-Diamanten mit 21,25 ct gefunden hatte, begann man, hier im Tagebau Diamanten zu fördern. Kein Wunder, dass in der Folge dieser Entwicklungen auch eine neue Mode entstand: Weißjuwelen aus Diamanten und Silber antworteten auf die Verfügbarkeit ebenso wie auf die neuen elektrischen Lichtverhältnisse und lösten die bisherigen farbigeren Entwürfe ab. Überhaupt wurde der Schmuck zunehmend reicher mit funkelnden Edelsteinen ausgefasst, um ein immer luxuriöseres und reicheres Erscheinungsbild zu schaffen. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten.
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Größe & Details
Florales Diadem & Collier mit 9,14 ct Diamanten, Jul. Hügler, Wien um 1880 und später
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Unser Versprechen
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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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