New York Naturalia

Große Ohrclips mit Turban-Schnecken in Gold, Seaman Schepps, New York um 1980


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Große Ohrclips mit Turban-Schnecken in Gold, Seaman Schepps, New York um 1980
Große Ohrclips mit Turban-Schnecken in Gold, Seaman Schepps, New York um 1980
Beschreibung
Dieses Paar Ohrclips aus der Werkstatt des New Yorker Juweliers Seamann Schepps zeigt zwei große Meeresschnecken in schön, irisierendem Grauton, in Gold gefasst und mit Perlen besetzt. Diese Ohrclips zeigen exemplarisch, weshalb Seaman Schepps bis heute als einer der originellsten Schmuckdesigner des 20. Jahrhunderts gilt. Die fein schimmernden Schneckenhäuser werden von einer zurückhaltenden Goldmontierung eingefasst, die ihre natürliche Form betont. Kleine Perlen setzen Lichtpunkte und geben dem Entwurf jene spielerische Leichtigkeit. Als Seaman Schepps in den 1930er Jahren seine Boutique an der Madison Avenue in New York eröffnete, stellte er zunächst die Regeln der Haute Joaillerie des 20. Jahrhunderts auf den Kopf. Während seine Mitbewerber mit kostbarsten Edelsteinen beeindrucken wollten, fasste Schepps Muscheln, Holz oder Lava ganz selbstverständlich mit Gold. Für ihn war nicht der Materialwert entscheidend, sondern die Schönheit der Natur. Mit dieser Idee wurde er zu dem, was die Presse später „America’s Court Jeweler“ nannte, dem Hofjuwelier einer Nation ohne Königshaus. Zu seiner Kundschaft gehörte die High Society seiner Zeit; unter Anderem kauften Jacqueline Kennedy und die Duchess of Windsor bei ihm ein. Zu seinen berühmtesten Schöpfungen zählen die heute ikonisch gewordenen Turbo-Schnecken-Ohrringe, deren spiralförmige Gehäuse Schepps als Skulpturen der Natur verstand. Einer oft erzählten Geschichte zufolge brachte ihm Ende der 1940er Jahre eine Kundin ein Muschelcollier aus dem Urlaub mit. Daraus entwickelte Schepps die Idee, einzelne Schneckenhäuser mit feinen Goldbändern zu umspielen und mit Perlen oder Cabochons zu akzentuieren. Schon bald gehörten die Turban-Schnecken zur stilistischen Grundausstattung der eleganten Damen von New York und Palm Beach. Ein Entwurf, der eindrucksvoll beweist, dass die Natur bisweilen die größte aller Designerinnen ist. Zu uns kam das von Patricia Schepps Viall signierte Paar aus Genf. Es ist exzellent erhalten.
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Die Verwendung exotischer Muscheln in Schmuckstücken knüpft an die Tradition der fürstlichen Wunderkammern des 16. und 17. Jahrhunderts an. Dort galten außergewöhnliche Naturalia als Kostbarkeiten von gleichem Rang wie Gold- und Silberschmiedearbeiten oder kostbare Edelsteine. Nicht ihr Materialwert, sondern ihre Seltenheit und die Vollkommenheit ihrer natürlichen Form machten sie zu begehrten Sammlungsobjekten.
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Unser Versprechen
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