Zeus und Amalthea

Großer Email-Anhänger im Holbein-Stil mit Diamanten, Perlen & Smaragden, Italien um 2000


3.980,00 € *
Inhalt 1 Stück
inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Großer Email-Anhänger im Holbein-Stil mit Diamanten, Perlen & Smaragden, Italien um 2000
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Beschreibung
Lange vor unserer Zeit herrschte der Titan Chronos über die Welt. Der Gott war eifersüchtig und fürchtete, sein eigener Nachwuchs könnte ihn eines Tages von seinem Thron stoßen. Daher verschlang er jedes der von seiner Frau geborenen Kinder, um sich seinen Platz als Herrscher zu sichern. Rhea indes, seine Frau, weinte um ihre Kinder und beschloss eines Tages, den neugeborenen Zeus vor Chronos zu verstecken. Sie gab ihn in die Obhut einer Nymphe, die in Gestalt einer Ziege Zeus mit ihrer Milch nährte. So wuchs der spätere Herrscher des Olymps heran, beschützt und aufgezogen durch die Ziege Amalthea. Der hier vorliegende, große Anhänger aus Gold, Edelsteinen, Perlen und farbigem Email setzt dieser Erzählung aus der Mythenwelt der Griechen ein kostbares Denkmal. Wir sehen Zeus und die Ziege in der Mitte der aus hochkarätigem Gold gefertigten Arbeit. Eine vielfarbig emaillierte und mit kostbaren Smaragden, Rubinen und Diamanten besetzte Rahmung umgibt die als Skulpturengruppe im Miniaturformat gegebene Szene. Dabei ist der obere Teil aus beweglichen Kettchen gebildet, während weibliche Groteskenfiguren und eine funkelnde Reihe Diamanten eine solide Standfläche für Zeus und Amalthea ergeben. Arbeiten aus Gold mit farbiger Emaillierung sind seit Spätmittelalter und Renaissance der Höhepunkt der Goldschmiedekunst. Weltberühmt ist das in dieser Technik hergestellte „Goldene Rössl“ aus Altötting, entstanden 1404, und die „Saliera“ Benvenuto Cellinis, heute im Kunsthistorischen Museum in Wien. Im 19. Jahrhundert wurden in ganz Europa auch im Bereich des Schmucks Entwürfe im Stil der Renaissance modern, zunächst in Frankreich und England, zum Ende des Jahrhunderts auch in Deutschland und Österreich-Ungarn. Der hier vorliegende Anhänger ist in den letzten Jahren in Italien entstanden und stellt sich durch seine kunstfertige und detailreiche Verarbeitung in diese große Tradition. Seine Formen, sein Thema aus der klassischen Antike und seine Farbigkeit entsprechen genau den berühmten Vorläufern. Da er so staunenswert aufwendig verarbeitet und zugleich perfekt erhalten ist haben wir uns entschlossen, ihn Ihnen nicht vorzuenthalten. Er ist ein schönes Zeichen einer ungleichen, aber nährenden Liebe gegen alle Widrigkeiten – oder auch nur ein erstklassiges Stück Goldschmiedekunst. Ganz nach eigenem Blickwinkel.
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Schmuck in Renaissanceformen mit reicher Emaillierung ist ein besonders kostbares Sammelgebiet. Nur wenige dieser kostbaren Stücke sind ohne Beschädigungen und Fehlstellen über die Zeitläufte zu uns gekommen, sodass es ein besonderes Glück ist, eines dieser Zeitzeugnisse zu finden. Besonders im 19. Jahrhundert sind Entwürfe in dieser Technik umgesetzt worden. Zunächst entstand in Frankreich seit den 1850er Jahren eine Begeisterung für die Epoche von François I. und Henri II., die man als Zeitalter patriotischer Größe verstand. François-Désiré und Émile Froment-Meurice schufen Schmuckstücke um Szenen wie die „Toilette der Venus“, die zugleich gelehrt auf die Antike verwiesen und doch auf eine heitere Art auch die Interessen des diesseitigen Lebens nicht außer Acht ließen. Andere Goldschmiede wie Boucheron, Falize und Wièse folgten – und im Jahr 1871 galt Paris dem Art Journal bereits als Hauptstadt des Emails. In Großbritannien nahm die Entwicklung einen ähnlichen Lauf. Die Renaissance galt auch hier als Nationalstil, da sie auf die glanzvolle Epoche von Heinrich VIII. und Elizabeth I. verwies. John Brogden und Carlo Giuliano fertigten in London in den 1860er Jahren Entwürfe, die sich an den Schmuckstücken auf den Gemälden Hans Holbeins orientierten, weshalb der Stil auch „holbeinesque“ genannt wurde. Queen Victoria galt als neue Königin Elizabeth und Schmuck, der diese Vergangenheit mit der Gegenwart verband, galt so als Ausweis patriotischen Stolzes. In Deutschland schließlich wurde Schmuck in Renaissanceformen unter Begriff des „Altdeutschen Stils“ modern. Hier berief man sich seit den 1870er Jahren auf die Dürerzeit. Juweliere wie Huga Schaper in Berlin und August Kleeberg in Wien lieferten hochwertigen Schmuck im Stil der Renaissance, ebenso wie der ihrer Kollegen in Paris und in London reich ausgestattet mit farbigem Email. Die ohnehin mehr behaupteten als tatsächlichen Unterschiede der jeweiligen Nationalstile verschwammen zum Ende des Jahrhunderts immer mehr. Schmuck mit kunstvollem Email indes blieb noch lange in Mode – Denn auch die Künstler des Jugendstils wie René Lalique bedienten sich gern dieser Technik, wenngleich nun in einer ganz anderen Formensprache.
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Unser Versprechen
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Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.

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