Lebensgefährte

Großer Schlangenring aus Gold mit Diamanten aus dem Besitz von Maria Schell, um 1860 & später


5.980,00 € *
Inhalt 1 Stück
inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Großer Schlangenring aus Gold mit Diamanten aus dem Besitz von Maria Schell, um 1860 & später
Großer Schlangenring aus Gold mit Diamanten aus dem Besitz von Maria Schell, um 1860 & später
Beschreibung
Manchen Schmuckstücken sagt man nach, sie trügen die Ausstrahlung der Menschen in sich, die sie einmal begleitet haben. Dieser ungewöhnliche Schlangenring hat gute Chancen, ein solches Objekt zu sein, denn er gehörte der Schauspielerin Maria Schell (1926–2005). Der Ring ist von eindrucksvoller Größe; er bedeckt spielend ein ganzes Fingerglied. Auf einem goldgerahmten, tief dunkelblauen Emailgrund sehen wir eine Schlange, die als plastisch appliziertes Motiv den Entwurf des Ringes bestimmt. Ihr Körper ist mit kleinen Diamanten im Rosenschliff besetzt und zieht sich in geschmeidiger Bewegung über die dunkelblaue Fläche, wobei sie sich in sich selbst zu verknoten scheint. Die Komposition wirkt opulent und doch konzentriert. Dunkles Blau und Gold bestimmen den Eindruck dieses ungewöhnlichen Schmuckstücks. Die Schlange gehört seit Jahrhunderten zu den vieldeutigsten Symbolen der Kunstgeschichte, und sie begegnet uns relativ häufig in alten Schmuckstücken. Seit biblischen Zeiten ist sie die listige Verführerin Evas, zugleich aber – als Ouroboros – Symbol der Unendlichkeit. Schon die alten Römer trugen Schmuck in Schlangenform; das Reptil galt ihnen aufgrund der Verbindung zum Gott Asklepios als Gesundheit verheißend. Die Anspielung an den Sündenfall war auch im 19. Jahrhundert nicht mehr das zentrale Element. Besonders ab der Jahrhundertmitte war Schmuck mit Schlangen vielmehr ein Glücksversprechen. Das große Schaustück dieses Ringes ist in den Jahren kurz nach der Jahrhundertmitte entstanden. In den 1850er Jahren war blaues Email wieder sehr in Mode gekommen, und es wurde oft mit Schlangenmotiv kombiniert. In den 1860er Jahren waren dann große ovale Formen modern. Das ovale Schaustück mit der blau emaillierten Fläche ist daher wahrscheinlich um 1860 herum entstanden. Ursprünglich aber nicht als Ring: Wir denken, dass es das Schaustück eines Armbandes war. Die Ringschiene und die auf der Rückseite aufgelegte, polierte Platte aus Gold, welche die Schlange mit ihrem ovalen Rahmen zum Ring macht, sind in späterer Zeit, wahrscheinlich im 20. Jahrhundert, hinzugefügt worden. Dass gerade Maria Schell diesen Ring getragen hat, gibt ihm eine zusätzliche Dimension. Kaum ein Foto von ihr ist bekannt, auf dem sie dieses Schmuckstück nicht trägt. Ob auf Filmsets, bei öffentlichen Auftritten oder in privaten Momenten, der Ring war mindestens seit 1974 ihr ständiger Begleiter, vgl. z.B. hier oder hier. Schell, die mit Filmen wie Die letzte Brücke oder Gervaise internationale Anerkennung fand, wurde für ihre große emotionale Intensität und ihre Fähigkeit geschätzt, Figuren eine außergewöhnliche Tiefe zu verleihen. Ihr warmes und nahbares Wesen hat Generationen von Zuschauern berührt, und ihr Ring spiegelt diese Qualitäten auf seine eigene Weise wider. Er ist trotz seiner Größe ruhig, er ist präsent und dabei symbolreich aufgeladen. Man sieht dem Schmuckstück an, dass es über viele Jahrzehnte getragen wurde. Kratzer, Schrammen, Beulen und deutliche Gebrauchsspuren zeugen von einem mitgelebten Leben und geben dem Ring eine Authentizität, die sich nicht künstlich herstellen lässt. Wir haben ihn sorgsam in einen weiterhin tragbaren Zustand gebracht, ihn aber nicht vollständig restauriert, weil wir die Spuren seiner gelebten Geschichte nicht wegpolieren wollten. Der Ring kam durch Erbschaft in den Besitz der Tochter Maria Schells, Marie Theres Relin, und von ihr in den Münchner Kunsthandel. Er ist Teil eines Künstlerlebens und transportiert die Erinnerung an eine große Schauspielerin des 20. Jahrhunderts.
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Größe & Details
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Unser Versprechen
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